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Bis zu 400.000 Euro vom Staat
Wirtschaft 2 Min. 04.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Förderung junger Unternehmen

Bis zu 400.000 Euro vom Staat

Staatssekretärin Francine Closener stellte am Donnerstagmittag die vier wesentlichen Neuerungen vor.
Förderung junger Unternehmen

Bis zu 400.000 Euro vom Staat

Staatssekretärin Francine Closener stellte am Donnerstagmittag die vier wesentlichen Neuerungen vor.
Foto: Joaquim Valente
Wirtschaft 2 Min. 04.05.2017 Aus unserem online-Archiv
Förderung junger Unternehmen

Bis zu 400.000 Euro vom Staat

Das aktuelle Gesetz zur Unterstützung kleiner und mittelgroßer Unternehmen wird um vier Punkte ergänzt. Damit sollen auch Handel, Handwerk und Industrie Starthilfen für innovative Ideen gewährleistet werden.

(km) - „Für kleine und mittelgroße Betriebe ist es nicht einfach, sich an neue Investitionen heranzuwagen“, sagte Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium, am Donnerstagnachmittag im Rahmen einer Pressekonferenz. Oft scheitere das Vorhaben am Bankdarlehen. Diese Lücke soll, so Closener, der neue Gesetzesentwurf für die Unterstützung von kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) schließen. Dabei soll das Budget für die nächsten fünf Jahre um 27 Prozent von 70 auf 89 Millionen Euro erhöht werden.

Bis zu 400 000 Euro Starthilfe

Das aktuelle Gesetz soll um vier Maßnahmen ergänzt werden. Die wohl wichtigste betrifft Hilfeleistungen für junge Unternehmen. „Betriebe, die weniger als sechs Jahre existieren, können künftig mit bis zu 400 000 Euro vom Staat unterstützt werden, sofern sie uns einen interessanten Plan auf den Tisch legen“, erläuterte Closener. Was genau einen solchen Plan interessant mache, blieb aber unklar. Genannt wurden die üblichen Begriffe der Rifkin–Studie.

Jedenfalls solle damit gewährleistet werden, dass der aus der Technologie–Branche bekannte Start-up-Geist auch auf den Handel, das Handwerk und die Industrie übertragen werde. Schließlich bilden diese Betriebe das Rückrad der Luxemburger Ökonomie, so Closener. Gerade hier sei es wichtig, „junge Unternehmen mit Entwicklungspotenzial auf ihrem Weg zu begleiten.“

Schadensersatz bei Naturkatastrophen

Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium.
Francine Closener, Staatssekretärin im Wirtschaftsministerium.
Foto: Joaquim Valente

Weitere Neuerungen betreffen Hilfeleistungen im Bereich der Risikofinanzierung und im Fall von Schäden durch Naturkatastrophen. Versicherungstechnisch kann das Wirtschaftsministerium in Zukunft als zweiter Bürge für ein KMU eintreten und im Falle eines Konkurses bis zu 80 Prozent des Verlustes übernehmen. Dies erhöhe die Planungssicherheit für Unternehmen und Versicherungen. Nach Naturkatastrophen – wie den Überschwemmungen im Ernztal vergangenes Jahr – soll der Staat die Kosten der Schäden integral übernehmen können. Bisher sind nur Unterstützungen bis zu 200 000 Euro möglich.

Eine letzte Änderung betrifft die Form des finanziellen Zuschusses. Künftig soll auch ein Vorschuss möglich sein, der im Falle eines wirtschaftlichen Erfolges zurückgezahlt werden muss.

Kleine und mittelgroße Unternehmen spielen eine wichtige Rolle in der Wirtschaft Luxemburgs. Aktuell haben 32 000 Firmen den Status eines KMUs, die alle zusammen 210 000 Personen im Großherzogtum beschäftigen. Als mittelgroße Unternehmen gelten Betriebe mit weniger als 250 Mitarbeiter. Kleine Unternehmen dürfen nicht mehr als 50 Angestellte haben. Hat eine Firma weniger als 10 Mitarbeiter, dann gilt sie laut EU-Definition als Kleinstunternehmen.

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