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"Bis Januar wird der Luxemburger Pavillon errichtet sein"
Wirtschaft 2 Min. 28.10.2019

"Bis Januar wird der Luxemburger Pavillon errichtet sein"

Maggy Nagel ist mit dem Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung 2020 in Dubai betraut.

"Bis Januar wird der Luxemburger Pavillon errichtet sein"

Maggy Nagel ist mit dem Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung 2020 in Dubai betraut.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 2 Min. 28.10.2019

"Bis Januar wird der Luxemburger Pavillon errichtet sein"

Marco MENG
Marco MENG
Die Weltausstellung in Dubai soll eine Show der Superlative werden. Maggy Nagel, seit 2016 mit dem Dossier „Luxemburger Pavillon“ betraut, zum Stand der Dinge.

Maggy Nagel, wie sind die Bauarbeiten gestartet?

Es läuft gut. Luxemburg war eines der ersten Länder, das den Vertrag zur Teilnahme an der Weltausstellung in Dubai unterschrieben hatte, und wir waren mit die ersten, die den Spatenstich gemacht haben. 

Seit dem 26. August haben wir auch alle Genehmigungen und die Bagger tun ihre Arbeit. Bis Januar wird der Pavillon errichtet sein und das Richtfest stattfinden. 

Nicht jedem ist bewusst, dass wir seit der ersten Weltausstellung 1851 dabei sind. Dubai ist also unsere 24. Weltausstellung, und wir rechnen mit 12.000 bis 17.000 Besucher pro Tag. Da war es schon eine Herausforderung, sich zu überlegen, was können wir zeigen, das Leute dazu bewegen kann, auch mal nach Luxemburg zu kommen.

Was wird ausgestellt?

Die Weltausstellung kann man nicht vergleichen mit einer Ausstellung wie in einem Museum. Für den Luxemburger Pavillon wollen wir den Besuchern unser Land mit einer Art „Storytelling“ näherbringen. 

Es geht darum, uns anhand von fünf Themen – Diversität, Konnektivität, Entrepreneuriat, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft – zu präsentieren und auch die Schönheit des Landes den Besuchern der Expo2020 zu zeigen. Der Besucher kann beispielsweise im Pavillon virtuell im Müllerthal wandern. Wir wollen der Welt die Geschichte Luxemburgs über alle fünf Sinne erzählen, dazu gehört auch unsere Gastronomie. 

Auch Kunst aus Luxemburg werden wir präsentieren, denn Kunst ist die Möglichkeit, miteinander zu kommunizieren, ohne die Sprache des jeweils anderen zu können.


Kommissarin Maggy Nagel unterzeichnete am Mittwoch in Dubai den Vertrag mit den Ausrichtern der Expo 2020.
Weltausstellung 2020 in Dubai: Die erste Expo-Unterschrift
Am zweiten Tag der Wirtschaftsmission in den Vereinigten Arabischen Emiraten besichtigte die Delegation eines der weltweit größten Baggerschiffe der Jan-de-Nul-Gruppe und legte den Grundstein für die Teilnahme Luxemburgs an der Weltausstellung im Jahr 2020 in Dubai.

Mein Team, das alles organisiert, besteht aus vier Personen, aber mit allen Arbeitsgruppen zusammen, die am Entstehen des Luxemburger Pavillons mitwirken, sind es mehr als 100. Nicht zu vergessen die drei Partner Chambre de Commerce, SES und Post Luxembourg, die sich auch finanziell mit 7,5 Millionen Euro an dem Projekt beteiligen. 

Der von der Regierung festgelegte Betrag für den Pavillon lag bei maximal 32 Millionen, wovon die 7,5 Millionen abgezogen werden. Jetzt sind wir auch dabei, das Personal für die Weltausstellung zusammenzusetzen, die ja über sechs Monate läuft, dazu brauchen wir mehr als 40 Mitarbeiter.

Und wie funktioniert die Zusammenarbeit mit den örtlichen Behörden? Zu den Bauarbeiten für die Fußball-WM in Katar gab es schließlich viele Negativschlagzeilen.

Als ich 2016 zum ersten Mal dort unten war, hatte ich auch ein ganz anderes Bild im Kopf. Die Emirate sind ein respektvolles Land und mit den Verantwortlichen der Weltausstellung vor Ort hat sich eine sehr positive Beziehung entwickelt. 

Natürlich stellen wir Europäer Fragen wie die nach dem Reichtum des Landes und wofür er benutzt wird, wie die Gastarbeiter behandelt werden, wie die Situation der Frauen ist. Zuweilen haben wir aber ein falsches Bild oder verwechseln die Emirate mit anderen Ländern, denn viele Frauen in dem Land sind in führenden Positionen: Die Verantwortliche für die Weltausstellung ist eine junge Ministerin. 

Alle, die sich an der Weltausstellung beteiligen, haben darüber hinaus eine Charta zu Arbeitsrecht und Sozialstandards unterschrieben. Die Emirate wollen natürlich die Expo als Chance nutzen, um zu zeigen, wohin das Land will. 


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