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Biontech investiert in Produktion und Forschung
Wirtschaft 21.11.2021
Gesundheitsbranche

Biontech investiert in Produktion und Forschung

Im ehemaligen Novartis-Werk in Marburg produziert Biontech seit letzten Februar seinen Covid-19-Impfstoff.
Gesundheitsbranche

Biontech investiert in Produktion und Forschung

Im ehemaligen Novartis-Werk in Marburg produziert Biontech seit letzten Februar seinen Covid-19-Impfstoff.
Foto: Biontech
Wirtschaft 21.11.2021
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Biontech investiert in Produktion und Forschung

Eine Milliarde Euro steckt der Impfstoffhersteller in den Standort Mainz - auch andere Standorte sollen ausgebaut werden.

(dpa/MeM) - Biontech-Gründer Ugur Sahin hat die Investitionspläne des Unternehmens in Mainz konkretisiert. Wenn alles umgesetzt sei, werde Biontech mehr als eine Milliarde Euro in der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt investiert haben, sagte Sahin den Zeitungen der VRM-Gruppe. 

Das erste Teilstück des an den Firmensitz in Mainz angrenzenden Kasernengeländes werde Biontech in rund sechs Wochen, Anfang 2022 erhalten, sagte Sahin. „Dort werden neue Labore und Büroflächen gebaut.“ Der übrige Bereich des Bundeswehr-Geländes werde für das Unternehmen Anfang 2023 frei. 

„Dann werden wir doppelt so viel Fläche haben wie derzeit“, sagte Sahin. Insgesamt seien zehn neue Gebäude über Mainz verteilt geplant oder bereits im Bau. Entstehen soll ein Campus für Wissenschaft und ein Mini-Campus für Administration. „Hinzu kommt eine Herstellungsstätte für Krebstherapien und Büroflächen, die sich über die Stadt verteilen.“ Am Standort Marburg werde nach wie vor die Produktion ausgebaut, erklärte der Biontech-Gründer. 


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„Der Löwenanteil der kommerziellen Produktion wird auch dort bleiben.“ In Marburg stelle Biontech große Mengen des abfüllfertigen Covid-19-Impfstoffs her. „Auch dort können wir uns vorstellen, uns breiter aufzustellen“, sagte Sahin. Am Produktionsstandort Idar-Oberstein sei ebenfalls viel passiert, dort habe Biontech gerade neue Labore in Betrieb genommen. Aktuell hat das Unternehmen nach Sahins Worten rund 1.800 Beschäftigte in Mainz und 2.800 weltweit. In den nächsten fünf bis acht Jahren solle die Zahl der Beschäftigten in Mainz auf 3.000 bis 4.000 wachsen. 

Nächster Sprung in der Krebsforschung 

Biontech, mit seinem Corona-Impfstoff weltweit bekannt geworden, will auch da Meilensteine setzen, wo der Ursprung des Mainzer Biotechunternehmen war: in der Krebstherapie. Von der US-Gesundheitsbehörde FDA erhielt Biontech vor wenigen Tagen für sein Mittel BNT111 den sogenannten „Fast-Track-Status“. Damit sollen neue Arzneimittel oder Impfstoffe, die einen ungedeckten medizinischen Bedarf decken können, schneller geprüft und zugelassen werden.  

BNT111, das ein Impfmittel gegen Krebs werden könnte, benutzt mRNA-kodierte Antikörper, um eine starke und vor allem zielgerichtete Immunantwort gegen Krebszellen auszulösen. 

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(FILES) In this file photo taken on March 27, 2021 the logo on the facade of the new manufacturing site of German company BioNTech for the production of the Covid-19 vaccine is seen in Marburg, central Germany. - Covid jab maker BioNTech said on Mai 10, 2021 it would build a Southeast Asia headquarters and manufacturing site in Singapore to produce hundreds of millions of mRNA-based vaccines per year, with construction of the site starting this year to become operational by 2023. (Photo by Thomas Lohnes / AFP)
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20.01.2021, Marburg: Eine Arbeiterin in der Impfstoffproduktionsanlage von Biontech in Marburg. Das Mainzer Unternehmen Biontech hat in seinem neuen Werk im hessischen Marburg mit der Produktion seines Corona-Impfstoffs begonnen. (zu dpa «Biontech startet Impfstoffproduktion in Marburg») Foto: © BioNTech SE 2020, all rights reserved/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits +++ dpa-Bildfunk +++