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Bilanz 2017: Zahl der Pleiten geht zurück
Wirtschaft 03.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Bilanz 2017: Zahl der Pleiten geht zurück

Die Zahl der pleitegegangenen Unternehmen ist im Jahr 2017 leicht zurückgegangen.

Bilanz 2017: Zahl der Pleiten geht zurück

Die Zahl der pleitegegangenen Unternehmen ist im Jahr 2017 leicht zurückgegangen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 03.01.2018 Aus unserem online-Archiv

Bilanz 2017: Zahl der Pleiten geht zurück

In Luxemburg ist im Jahr 2017 die Zahl der Konkursmeldungen um 4,88 Prozent zurückgegangen. Betroffen ist vor allem der Dienstleistungsbereich.

(miz) - Es ist eine gute Nachricht zum Jahresbeginn:  In Luxemburg ist die Zahl der Konkurse im Jahr 2017  mit 935 Firmenzusammenbrüchen gegenüber der Vorjahreszahl von 983 Konkursen um 4,88  Prozent zurückgegangen. Das geht aus der  Bilanz des Instituts Creditreform hervor.

Im Schnitt sind die Unternehmen, die 2017 Konkurs anmelden mussten, mehr als fünf Jahre alt. Ein ähnlicher Trend war bereits im Jahr 2016 festzustellen.

Werden die Konkursmeldungen nach Gerichtsbezirken unterteilt, konnte Luxemburg mit 809 Konkursen einen Rückgang von 6,80 Prozent verzeichnen (im Vorjahr waren es 868). Die Verfahren im Gerichtsbezirk Diekirch sind erneut gestiegen, um 9,57 (126 in 2017 gegenüber 115 im Vorjahr).

Die meisten Konkurse gab es im Dienstleistungsbereich

Im produzierenden Gewerbe gab es 2017 lediglich einen Konkurs. Die Konkursquote im Baubereich ist mit 5,38 Prozent um weitere 9,26 Prozent zurückgegangen.

Der Handel ist mit 196 Konkursen in absoluten Zahlen weiterhin stark vertreten. Gegenüber dem Vorjahr (247) ist die Gesamtzahl jedoch erneut gesunken und zwar um 20,65 Prozent. Der Anteil an den Konkursen ging mit 20,96 Prozent (Vorjahr 25,13 Prozent) ebenfalls zurück.

Der Dienstleistungsbereich (689 Fälle) bleibt mit 73,69 Prozent (68,26 Prozent in 2016) Spitzenreiter bei den Konkursen. Der Rückgang der Konkurse fällt dort mit  2,68 Prozent am geringsten aus.

Bei den Rechtsformen der Unternehmen ist ein deutlicher Anstieg bei den Aktiengesellschaften (SA) zu verzeichnen. Die S.àr.l., als am häufigsten vertretene Rechtsform, hat mit einem Rückgang um 17,28 Prozent auf 536 Konkurse (im Vorjahr waren es 648), mit knapp 57,32 Prozent den größten Einzelanteil am Konkursgeschehen.

Für Schlagzeilen sorgten im vergangenen Jahr einige bekannte Unternehmen. Darunter die Pleite des Alfa Hotels, bei der rund 80 Jobs betroffen waren oder der Konkurs der Bauunternehmen Toutimmo mit über 60 Mitarbeitern und der Entreprise de Construction Thomas mit 48 Mitarbeitern. In der zweiten Jahreshälfte waren es die PC Armatures S.àr.l. in Esch/Alzette (80 Mitarbeiter), Sermelux in Kehlen (80 Mitarbeiter) und am 13. Dezember die Firma Felgen Constructions in Münsbach mit 50 Mitarbeitern.

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