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Bankgebühren: Das ändert sich am 1. Januar 2020
Wirtschaft 06.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Bankgebühren: Das ändert sich am 1. Januar 2020

Die Niedrigzinsen machen den Banken zu schaffen - manche geben das in Form von höheren Gebühren an Privatkunden weiter.

Bankgebühren: Das ändert sich am 1. Januar 2020

Die Niedrigzinsen machen den Banken zu schaffen - manche geben das in Form von höheren Gebühren an Privatkunden weiter.
Foto: Guy Wolff
Wirtschaft 06.12.2019 Aus unserem online-Archiv

Bankgebühren: Das ändert sich am 1. Januar 2020

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Trotz schwächelnder Gewinne setzen im Augenblick nur wenige Kreditinstitute in Luxemburg auf Gebührenerhöhungen.

Banken brechen wegen des Zinstiefs die Erträge weg. Lange verdienten die Institute gut daran, dass sie mehr Zinsen für Kredite kassierten, als sie Sparkunden auf deren Einlagen zahlten. Doch die Zeiten üppiger Zinsüberschüsse sind vorbei. Die Banken stehen vor der Herausforderung, trotz eines dauerhaft extrem niedrigen Zinsniveaus profitabel zu wirtschaften.  

Dennoch setzen im Augenblick, trotz schwächelnder Gewinne, nur wenige Kreditinstitute in Luxemburg auf Gebührenerhöhungen. 


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Bereits Ende Oktober hat BGL BNP Paribas angekündigt, einige Gebühren am 1. Januar 2020 zu erhöhen. Die Gesamtkontenübersicht ("Situation globale") auf Anfrage zum Monatsende wird demnach 90 Euro kosten, statt 75 Euro. Die Übertragung von Wertpapieren auf ein Depot bei einer anderen Bank steigt von 60 auf 100 Euro. 

Die Kopie eines Auszugs, Kontoauszugs und Depotauszugs steigt von 25 Euro auf 30 Euro. Die gleiche Änderung gilt auch für Bescheinigungen über Zinsen oder Saldo eines Kontos und für Bankreferenzschreiben. Teurer wird auch die Bestätigung der Kontoinhaberschaft, die Bestätigung einer Geschäftsbeziehung mit der Bank und die Bescheinigung über die Kontoauslösung. Die Gebühren für die Aufbewahrung von Einlagen auf inaktiven Bankkonten steigen ebenfalls am 1. Januar 2020. 

Bei der Spuerkeess bleiben die Gebühren größtenteils unverändert, Anpassungen gibt es lediglich bei der Vermietung von Schließfächern. Bei der Raiffeisenbank stehen kleine Anpassungen auf der Tagesordnung, inbesondere beim Ersetzen oder bei der Sperrung verschiedener Kreditkarten (Green Code 12-18 und Green Code Study).

Bei der Post gibt es für Privatkunden auf dem Postchèque-Konto keine Änderungen, bestätigt eine Pressesprecherin des Unternehmens auf Nachfrage.

Bei der BIL und ING bleiben die Bankgebühren unverändert.



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