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Autovermieter Dexcar unter Betrugsverdacht
Wirtschaft 15.04.2019

Autovermieter Dexcar unter Betrugsverdacht

Die Mietwagenfirma aus Essen konnte 37.000 Kunden in Europa von sich überzeugen. Ermittler gehen nun dem Verdacht nach, ob Dexcar ein illegales Schneeballsystem betrieb.

Autovermieter Dexcar unter Betrugsverdacht

Die Mietwagenfirma aus Essen konnte 37.000 Kunden in Europa von sich überzeugen. Ermittler gehen nun dem Verdacht nach, ob Dexcar ein illegales Schneeballsystem betrieb.
Bild: Pexels
Wirtschaft 15.04.2019

Autovermieter Dexcar unter Betrugsverdacht

"Langzeitmietautos zum monatlichen Nulltarif" versprach eine europaweit tätige Firma – und lockte damit tausende Kunden an. Nun laufen Ermittlungen gegen Verantwortliche des Unternehmens.

(LW) - Die Mietwagenfirma Dexcar ist in drei europäischen Ländern ins Visier der Justiz geraten. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen des Verdachts des Betruges und der strafbaren Werbung gegen mehrere Verantwortliche des Unternehmens. Auch in Österreich und in Italien haben sich die Behörden in der Sache eingeschaltet, wie "Süddeutsche Zeitung" und WDR am Sonntag berichteten. Die Kartellbehörde in Rom habe bereits eine Strafe von 400.000 Euro gegen die Firma verhängt. 


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Der Hauptsitz von Dexcar liegt in Essen im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Laut eigenen Angaben ist das Unternehmen jedoch "im gesamten Gebiet der Europäischen Gemeinschaft tätig". "Tausende Dexcar-Kunden leben wunderbare Erfahrungen mit uns!", heißt es auf der Website von Dexcar. Kunden der Autovermietung mussten zunächst eine Gebühr zwischen 547 Euro und 1950 Euro an das Unternehmen überweisen. Nach einer Wartezeit von bis zu zwei Jahren sollten sie dann einen Neuwagen für zwei Jahre kostenlos fahren dürfen - inklusive Kfz-Steuer, Wartung, Versicherung und Reifenwechsel. 

Doch viele Kunden warten bis heute vergeblich auf ihren Wagen, wie "Süddeutsche Zeitung" und WDR schreiben. Ermittler prüfen nun den Verdacht, dass Dexcar mittels eines illegalen Schneeballsystems Zehntausende Autofahrer in mehreren europäischen Ländern geprellt haben könnte. Das seit 2014 bestehende Unternehmen, das laut eigenen Angaben 37.000 Kunden von sich überzeugen konnte, wies die Vorwürfe zurück. Das System sei "rechtlich zulässig".