Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Autoindustrie verdient so prächtig wie noch nie
Wirtschaft 31.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Nach dem Corona-Jahr

Autoindustrie verdient so prächtig wie noch nie

Die weltweite Autoindustrie hat einer Studie zufolge im ersten Halbjahr dieses Jahres operativ so viel Geld verdient wie nie zuvor in der Branchengeschichte.
Nach dem Corona-Jahr

Autoindustrie verdient so prächtig wie noch nie

Die weltweite Autoindustrie hat einer Studie zufolge im ersten Halbjahr dieses Jahres operativ so viel Geld verdient wie nie zuvor in der Branchengeschichte.
Foto: dpa
Wirtschaft 31.08.2021 Aus unserem online-Archiv
Nach dem Corona-Jahr

Autoindustrie verdient so prächtig wie noch nie

Krise - welche Krise? Nur rund ein Jahr nach dem herben Corona-Abschwung ist die Autoindustrie wieder obenauf.

(dpa) - Die weltweite Autoindustrie hat einer Studie zufolge im ersten Halbjahr dieses Jahres operativ so viel Geld verdient wie nie zuvor in der Branchengeschichte. Die 16 größten Autokonzerne fuhren der Erhebung des Beratungsunternehmens EY zufolge zwischen Januar und Ende Juni Betriebsgewinne von zusammen 71,5 Milliarden Euro ein - das sei ein Rekordwert. 

Im Vorjahr hatten die Konzerne im gleichen Zeitraum nach der am Dienstag vorgelegten Studie in Summe noch einen Verlust von 4,1 Milliarden Euro eingefahren. Damals waren angesichts des Beginns der Corona-Krise die weltweiten Lieferketten und die Nachfrage zusammengebrochen.

Auffällig: Die meisten Firmen vermeldeten satte Betriebsgewinne, obwohl der weltweite Pkw-Absatz und auch die Firmenumsätze im Schnitt nach wie vor unter dem Vor-Corona-Niveau lagen. So wurden im ersten Halbjahr demnach nur 33,5 Millionen Fahrzeuge verkauft, elf Prozent weniger als in der ersten Hälfte des Jahres 2019. Auch die Erlöse der 16 größten Autokonzerne lagen mit 809 Milliarden Euro noch rund 2 Prozent unter dem Vergleichswert von 2019.

Von Sparmaßnahmen profitiert

EY-Branchenexperte Peter Fuß sagte, die Firmen hätten vor allem von den in der Corona-Krise eingeleiteten Sparmaßnahmen und vom Trend zu teuren und großen Modellen profitiert. Zudem sei durch den aktuellen weltweiten Chipmangel bei hoher Auto-Nachfrage ein günstiges Preisumfeld entstanden.


Lamborghini shows the new Gallardo  model at the Volkswagen Group event in Geneva, Switzerland, Monday, March 1, 2010. About 250 exhibitors from 30 countries are showing 100 car premieres at the International Geneva Motor Show until March 14. (AP Photo/Martin Meissner)
Das E-Sportauto: Ferrari & Co. zögern
Das Ende des Verbrennungsmotors ist absehbar – und trifft Sportwagenhersteller ins Mark.

 „Der Chipmangel führt dazu, dass sich die Autokonzerne auf margenstarke Fahrzeuge konzentrieren und weniger darauf angewiesen sind, hohe Rabatte zur Ankurbelung des Geschäfts zu geben. Derzeit ist die Nachfrage größer als das Angebot - diese Situation weiß die Branche durchaus für sich zu nutzen.“

Deutsche Autohersteller führend

Blickt man auf die Margen, sind die deutschen Autohersteller BMW und Daimler laut der Studie führend. Die operative Umsatzrendite - also das, was vom Umsatz am Ende noch als Gewinn aus dem operativen Geschäft übrig bleibt, - lag bei BMW mit 14,5 Prozent höher als bei allen anderen großen Autokonzernen. Daimler (12,9 Prozent) folgt auf Rang zwei, der Volkswagen-Konzern (8,8 Prozent) auf Rang sechs. 


25.01.10 auto verkehr, abgas. prime praemie, abgaspraemie, co2, voiture, umwelt, technik, photo: Marc Wilwe
Elektromobilität: Abschied vom Wunschdenken
Das Umweltministerium überarbeitet die Förderungen für E-Autos. Eine gute Initiative, denn das Hybrid-Auto nützt weder der Umwelt noch dem Fortschritt.

Die Umsatzrendite ist Maßstab dafür, wie profitabel eine Firma arbeitet. In den Zahlen sind nicht nur die reinen Pkw-Geschäfte, sondern auch alle anderen Aktivitäten der 16 Konzerne enthalten. 


Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Daimler setzt die Produktion in Sindelfingen aus: Weniger Autos, die hergestellt werden, bedeutet auch weniger Produktion für die Zulieferer.
ARCHIV - 08.06.2021, Sachsen, Dresden: Mitarbeiter von Volkswagen montieren in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen bei der sogenannten «Hochzeit» die Karosserie und den Antriebsstrang eines VW ID.3. Der Mangel an Halbleitern könnte nach einer aktuellen Studie in der Autoindustrie zu einem Produktionsausfall von rund fünf Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr führen. (Zu dpa «Studie: Fünf Millionen Neuwagen weniger durch Chipmangel») Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Elektromobilität macht Sinn, sagt die Agentur myenergy – unter bestimmten Bedingungen. Reichweiten werden höher, Batterien recycelt, nur die Menge an grünem Strom muss mehr werden.
Wi , ACL , Automobile Club Luxembourg , Einweihung Loft , Mobility Center , u.a. ElektroFahrzeuge , Hybrid , Strom , Mobilität , Elektrautos , Ladestation , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort