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Auto-Anmeldungen in EU fallen wegen Corona auf ein Viertel
Wirtschaft 2 Min. 19.05.2020

Auto-Anmeldungen in EU fallen wegen Corona auf ein Viertel

BMW-Autowerk im bayrischen Dingolfing.

Auto-Anmeldungen in EU fallen wegen Corona auf ein Viertel

BMW-Autowerk im bayrischen Dingolfing.
Foto: -/BMW AG/dpa
Wirtschaft 2 Min. 19.05.2020

Auto-Anmeldungen in EU fallen wegen Corona auf ein Viertel

Die Corona-Krise trifft den weltweiten Automarkt hart - die Absatzzahlen sind eingebrochen. Lediglich in China erholt sich die Situation allmählich.

(dpa) - Die Corona-Pandemie hat den weltweiten Autoabsatz drastisch einbrechen lassen. Allein in der Europäischen Union (EU) wurden lediglich 270.682 Pkw neu zugelassen und damit 76,3 Prozent weniger als im Vorjahresmonat, wie der zuständige Branchenverband Acea am Dienstag in Brüssel mitteilte.

Bereits im Januar und Februar waren die Zulassungszahlen zurückgegangen, ehe sie dann im März um mehr als die Hälfte absackten. Der Einbruch im April im Zuge der sich zuspitzenden Virus-Krise fiel nun nochmals deutlich stärker aus.


A man looks at an electronic stock quotation board of the Tokyo Stock Exchange in Tokyo on May 18, 2020. - Japan dived into its first recession since 2015, according to official data on May 18, with the world's third-largest economy shrinking by 0.9 percent in the first quarter as it wrestles with the fallout from the coronavirus. (Photo by Kazuhiro NOGI / AFP)
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Ein Grund für die Einbrüche waren dem Branchenverband Acea zufolge die geschlossenen Autohäuser während der anhaltenden Pandemie. Jeder der 27 EU-Märkte habe Rückgänge im zweistelligen Prozentbereich hinnehmen müssen.

Dem deutschen Verband der Automobilindustrie (VDA) zufolge waren die Rückgänge vor allem in Italien, Spanien und dem nicht mehr zur EU gehörenden Großbritannien dramatisch. Mit Rückgängen zwischen 97 und 98 Prozent kam der Absatz in diesen Ländern „nahezu vollständig zum Erliegen“, hieß es vom VDA. Auch Frankreich verbuchte mit einem Rückgang von 88,8 Prozent einen heftigen Absturz.


ARCHIV - 17.11.2014, Baden-Württemberg, Neuhausen auf den Fildern: Schneckenräder, Teile eines Getriebes, liegen in der Produktionshalle der ThyssenKrupp Aufzugswerke. Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist im ersten Quartal infolge der Corona-Krise eingebrochen. Das Bruttoinlandsprodukt schrumpfte gegenüber dem Vorquartal um 2,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Berlin mitteilte. Foto: picture alliance / dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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In Deutschland gingen die Neuzulassungen den Angaben zufolge um 61,1 Prozent zurück. Ein ähnliches Bild zeigte sich laut VDA auch in Industrienationen außerhalb Europas. So brach der Verkauf von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen in den USA um 47 Prozent auf 707 800 Fahrzeuge ein und damit auf den niedrigsten Stand seit mehr als zehn Jahren. Ebenfalls drastisch waren die Rückgänge in Brasilien (Minus 77 Prozent) und Japan (Minus 30 Prozent).


EmployeesMax Bruehmann (L) and Heiko Gruner wear face masks as they work on the assembling of a Volkswagen ID.3 electric car at the plant of German car maker Volkswagen (VW) in Zwickau, eastern Germany, after production restarted on April 23, 2020 amid the novel coronavirus COVID-19 pandemic. - Some companies, such as car giant Volkswagen, have own step-by-step plans for reactivating production in Germany in the coming weeks. Preparations to reopen factories included "a comprehensive catalogue of measures to protect workers' health", Volkswagen brand chief operating officer Ralf Brandstaetter had said before. (Photo by Hendrik Schmidt / POOL / AFP)
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In China wiederum, wo die Restriktionen in der Corona-Krise schon vor mehreren Wochen wieder gelockert wurden, verbesserte sich die Lage wieder. „Das Marktvolumen ging nur noch um 2 Prozent auf 1,5 Millionen Neufahrzeuge zurück“, teilte der VDA mit. Dennoch waren die Einbrüche im Gesamtzeitraum zwischen Januar und April mit Minus 35 Prozent ebenfalls dramatisch.

Bei den deutschen Herstellern verzeichnete der VW-Konzern mit all seinen Fahrzeugmarken im April einen Rückgang von 72,7 Prozent. Bei Daimler war das Minus mit 78,8 Prozent noch etwas größer, während der Einbruch bei BMW gegenüber dem Vorjahresmonat bei 65,3 Prozent lag. Die französischen Autobauer Renault und PSA büßten jeweils rund 80 Prozent ein, der italienisch-amerikanische Autobauer Fiat-Chrysler sogar fast 90 Prozent.


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Seit Jahresbeginn belief sich das Minus bei den EU-Neuzulassungen den Angaben zufolge auf 38,5 Prozent: Insgesamt wurden 2,75 Millionen Pkw zugelassen. In drei der vier wichtigsten EU-Märkte - Italien, Spanien und Frankreich - sanken die Neuregistrierungen um rund die Hälfte. In Deutschland betrug der Rückgang nach den ersten vier Monaten 31 Prozent.

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