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Außer Spesen ...
Kommentar Wirtschaft 04.11.2019

Außer Spesen ...

Badende am Golf von Tarent. Im Hintergrund das Problemstahlwerk Ilva.

Außer Spesen ...

Badende am Golf von Tarent. Im Hintergrund das Problemstahlwerk Ilva.
Foto: AFP
Kommentar Wirtschaft 04.11.2019

Außer Spesen ...

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Das süditalienische Stahlwerk Ilva ist seit Jahren ein Giftskandal. Durch den Rückzug von ArcelorMittal wird die Lage nicht besser.

Erst hat der italienische Staat ArcelorMittal strafrechtliche Immunität für mögliche Umweltschäden bei der Übernahme des als Dreckschleuder verschrienen Stahlwerks Ilva im süditalienischen Tarent zugesichert. Jetzt nimmt das Parlament in Rom den Schutz zurück.

Es ist daher nur konsequent, dass der weltgrößte Stahlkonzern auf die Übernahme von Ilva verzichtet. 


(FILES) This file photo taken on July 23, 2019 shows the steel manufacturing giant Arcelor Mittal Italia (ex ILVA ) plant, in Taranto, southern Italy. - The world steel giant ArcelorMittal announced on November 4, 2019 that it was cancelling the takeover of the Italian company Ilva, after the withdrawal of criminal environmental protection for the managers of the Taranto site, which is currently being cleaned up. (Photo by Tiziana FABI / AFP)
ArcelorMittal tritt vom Kauf des Werks Ilva zurück
Der Stahlkonzern verkaufte sieben Werke in Europa - darunter Düdelingen - um Ilva kaufen zu können - Umweltprobleme und italienische Gesetze lassen den Deal platzen.

Am Ende gibt es nur Verlierer. Die italienische Regierung hat sich blamiert und gezeigt, dass ihre Zusicherungen nichts mehr wert sind, sobald die Koalition wechselt.

ArcelorMittal hat ein Vermögen in den Sand gesetzt, unendlich viel Zeit und Energie vergeudet, und dazu noch sieben Standorte – darunter Düdelingen – völlig unnötig veräußert.

Die Dummen sind am Ende die 10.000 Beschäftigten, deren Arbeitsplätze nun auf der Kippe stehen. 


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Einweihung Liberty Steel Düdelingen in der Z.I. Wolser. Sanjeev Gupta (Executive Chairman)  (Foto: Alain Piron)
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