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Auch in Luxemburg: Airline-Streik bei SAS betrifft 72.000 Kunden
Wirtschaft 26.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Auch in Luxemburg: Airline-Streik bei SAS betrifft 72.000 Kunden

Flugzeuge der Scandinavian Airlines (SAS) blieben am Freitag vielerorts am Boden.

Auch in Luxemburg: Airline-Streik bei SAS betrifft 72.000 Kunden

Flugzeuge der Scandinavian Airlines (SAS) blieben am Freitag vielerorts am Boden.
Foto: AFP
Wirtschaft 26.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Auch in Luxemburg: Airline-Streik bei SAS betrifft 72.000 Kunden

Ein Pilotenstreik bei der SAS hat den Betrieb auf den wichtigsten Flughäfen in Skandinavien erheblich gestört. Fast 700 Flüge sind am Freitag ausgefallen.

(dpa/SC) – Tausende Passagiere der skandinavischen Fluggesellschaft SAS waren am Freitag von einem Pilotenstreik betroffen. Wegen eines Tarifkonfliktes hatten rund 1.400 Piloten in Norwegen, Schweden und Dänemark am frühen Morgen die Arbeit niedergelegt. Im Laufe des Tages fielen 673 Flüge aus, 72.000 Passagiere waren betroffen, teilte SAS mit.


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Auch am Samstag werden die SAS-Maschinen am Boden bleiben, sagte eine Firmensprecherin dem Schwedischen Fernsehen SVT. Wie es am Sonntag aussehe, war zunächst noch unklar. Sollte der Streik das ganze Wochenende andauern, wären mindestens 170.000 Reisende betroffen. SAS-Partner, die rund 30 Prozent aller Flugreisen ausführen, würden aber nicht bestreikt.

Insgesamt gehen am Freitag drei SAS-Flüge von und nach Luxemburg ab. Während zwei Flüge von Kopenhagen nach Luxemburg am Freitag nicht betroffen zu sein scheinen, wird ein weiterer Flug von Luxemburg nach Kopenhagen, der für 19.45 Uhr vorgesehen war, aller Wahrscheinlichkeit nach erst verspätet abheben.

Die meisten Passagiere strandeten am Freitag am Flughafen Arlanda in Stockholm, wo mehr als 100 Flüge gecancelt werden mussten. Am Osloer Airport Gardermoen und am Flughafen Kastrup in Kopenhagen gab es meterlange Schlangen vor den Informationsschaltern. Viele Reisende hatten allerdings rechtzeitig umbuchen oder auf andere Airlines ausweichen können, da absehbar war, dass die Tarifparteien keine Einigung erzielen werden.

In der Nacht zu Freitag hatte zunächst die schwedische Pilotengewerkschaft die Tarifverhandlungen abgebrochen, die norwegische und die dänische folgten am frühen Morgen. Die Piloten fordern 13 Prozent mehr Lohn und mehr Planbarkeit im Arbeitsalltag. SAS hatte 2012 kurz vor dem Konkurs gestanden und die Gehälter vieler Mitarbeiter gesenkt.

„Wir fordern die gleichen guten Bedingungen wie bei allen anderen Low-Cost-Carrier“, sagte Henrik Thyregod von der Dänischen Pilotenvereinigung dem Dänischen Rundfunk. „Wir sind bereit, weiter zu verhandeln“, hieß es von SAS. „Aber die Anforderungen können schwerwiegende Konsequenzen für das Unternehmen haben, wenn sie vollständig erfüllt werden.“

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 / AFP PHOTO / TT News Agency / Mikael Fritzon / Sweden OUT
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