Auch Benziner werden verschrottet

Fiat springt auf Abwrack-Welle

Fiat Chrysler wurde bereits beschuldigt, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben.
Fiat Chrysler wurde bereits beschuldigt, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben.
Foto: AFP

(dpa) - Mit Fiat springt ein weiterer Importeur auf die Abwrackwelle am deutschen Auto-Markt auf. Der Fiat-Chrysler-Konzern hat modellabhängige Prämien für seine Marken Fiat, Alfa-Romeo, Abarth und Jeep ausgelobt.

Der Preisnachlass zwischen 2.000 und 6.500 Euro auf sofort verfügbare Neuwagen soll auch für ältere Benziner (Euro4 und älter) gezahlt werden, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte. Die Abwrackprämien anderer Hersteller waren bislang allein auf Dieselautos beschränkt. Von Gewerbekunden will Fiat auch Euro5-Autos zurücknehmen und verschrotten.

Fiat drückt laut Untersuchungen des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen einige Modelle schon länger mit hohen Rabatten in den Markt, die häufig an die 30 Prozent des Listenpreises reichen.

Wie andere Importeure hat sich Fiat zudem bislang nicht bereit erklärt, nach dem Beispiel der deutschen Hersteller die Abgasreinigung zumindest per Software-Update nachzurüsten. Fiat stand im Dieselskandal auch im Verdacht, illegale Abschalteinrichtungen in seine Autos eingebaut zu haben, stritt dies aber ab.

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