Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Auch Benziner werden verschrottet: Fiat springt auf Abwrack-Welle
Fiat Chrysler wurde bereits beschuldigt, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben.

Auch Benziner werden verschrottet: Fiat springt auf Abwrack-Welle

Foto: AFP
Fiat Chrysler wurde bereits beschuldigt, illegale Software zur Abgaskontrolle in rund 104 000 Dieselwagen installiert zu haben.
Wirtschaft 11.08.2017

Auch Benziner werden verschrottet: Fiat springt auf Abwrack-Welle

Jetzt auch Fiat-Chrysler. Der Konzern bietet nun auch eine Abwrackprämie an - allerdings nicht nur für Dieselmodelle, sondern auch für alte Benziner.

(dpa) - Mit Fiat springt ein weiterer Importeur auf die Abwrackwelle am deutschen Auto-Markt auf. Der Fiat-Chrysler-Konzern hat modellabhängige Prämien für seine Marken Fiat, Alfa-Romeo, Abarth und Jeep ausgelobt.

Der Preisnachlass zwischen 2.000 und 6.500 Euro auf sofort verfügbare Neuwagen soll auch für ältere Benziner (Euro4 und älter) gezahlt werden, wie das Unternehmen am Freitag in Frankfurt mitteilte. Die Abwrackprämien anderer Hersteller waren bislang allein auf Dieselautos beschränkt. Von Gewerbekunden will Fiat auch Euro5-Autos zurücknehmen und verschrotten.

Fiat drückt laut Untersuchungen des Branchenexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Universität Duisburg-Essen einige Modelle schon länger mit hohen Rabatten in den Markt, die häufig an die 30 Prozent des Listenpreises reichen.

Wie andere Importeure hat sich Fiat zudem bislang nicht bereit erklärt, nach dem Beispiel der deutschen Hersteller die Abgasreinigung zumindest per Software-Update nachzurüsten. Fiat stand im Dieselskandal auch im Verdacht, illegale Abschalteinrichtungen in seine Autos eingebaut zu haben, stritt dies aber ab.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Claude Turmes: "Es gibt keinen sauberen Diesel"
Der grüne Europaabgeordnete zieht eine ernüchternde Bilanz des Abgasskandals, der deutlich über VW hinausgeht. In den Innenstädten bestehe deshalb ein akutes Gesundheitsrisiko. Er rät zum Umstieg auf Elektroautos.
Claude Turmes kritisiert die EU-Mitgliedsstaaten, die die Autoindustrie trotz deren Fehlverhaltens weiter schützen würden.