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Arnold Kontz verkauft BMW- und Mini-Geschäft
Wirtschaft 2 Min. 21.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Strategische Übernahme

Arnold Kontz verkauft BMW- und Mini-Geschäft

Für Kunden wird sich nach außen kaum etwas ändern.
Strategische Übernahme

Arnold Kontz verkauft BMW- und Mini-Geschäft

Für Kunden wird sich nach außen kaum etwas ändern.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 2 Min. 21.12.2015 Aus unserem online-Archiv
Strategische Übernahme

Arnold Kontz verkauft BMW- und Mini-Geschäft

Die schwedische Bilia-Gruppe wird das BMW- und Mini-Geschäft von Arnold Kontz übernehmen. Das luxemburgische Unternehmen spricht von einer strategischen Entscheidung und will sich auf die Vermarktung britischer Automobile konzentrieren.

(aa) - Die schwedische Bilia-Gruppe wird das BMW- und Mini-Geschäft von Arnold Kontz übernehmen. Die Übernahme soll zum 31. März 2016 erfolgen. Das luxemburgische Unternehmen spricht von einer strategischen Entscheidung und will sich auf die Vermarktung britischer Automobile konzentrieren.

Kontz setzt auf britische Marken

Kontz tätigt aktuell Großinvestitionen in der Route de Thionville in Luxemburg-Stadt (Land Rover / Aston Martin / Lotus), wo ab dem 1. Juni 2016 auch Jaguar vertreten sein wird. Zusätzlich entsteht 2016 ein neuer Jaguar-Land Rover-Händlerbetrieb im Süden des Landes. An britischen Marken wurde bei Kontz bereits Land Rover (1996), Aston Martin (2012) und Lotus (2015) eingeführt.

"BMW- und Mini-Automobile werden künftig auch weiterhin in der Route de Thionville verkauft werden. Die Bereiche sind dort bereits heute nach Marken gegliedert. Für Kunden wird sich nach außen kaum etwas ändern. Auch die bisherigen BMW- und Mini-Fachkräfte werden weiterhin für diese Marken tätig sein", so Benji Kontz, Geschäftsführer der Kontz-Gruppe im Gespräch mit dem "Luxemburger Wort". "Die Immobilien in der Route de Thionville bleiben übrigens in unserem Besitz."

Bilia will BMW- und Mini-Geschäft vorantreiben

Mit Bilia habe man sich für ein finanzkräftiges Unternehmen entschieden, welches alle Voraussetzungen liefere, das BMW- und Mini- Geschäft in Luxemburg und in der Großregion in Zukunft weiter zu entwickeln. "Es ist jetzt ein guter Zeitpunkt, sich von der BMW/Mini-Konzession zu trennen. Man tut das ja nicht, wenn es gerade schlecht läuft", so Benji Kontz.

Kontz werde in das Kapital der Bilia-Gruppe einsteigen. Der strategische Deal garantiere beiden Marken des bayrischen Autobauers eine gute Zukunft in Luxemburg und ermögliche es der Kontz-Gruppe ihre Anstrengungen auf die Entwicklung ihrer englischen Marken zu konzentrieren, so der Geschäftsführer. Kontz war bis vor rund 15 Jahren BMW-Importeur in Luxemburg.

Großteil des Kaufpreises wird in Aktien bezahlt

In einer Pressemitteilung von Global Newswire hieß es, die Zustimmung der jährlichen Hauptversammlung im April 2016 vorausgesetzt, soll ein Großteil des Kaufpreises für die BMW/Mini-Konzession in neu ausgegebenen Bilia-Aktien beglichen werden. Nach dem Kaufpreis gefragt, mochte sich Kontz nicht äußern.

Bilia-CEO Per Avander wurde in der Global Newswire-Mitteilung mit den Worten zitiert, dass "das Luxemburger Unternehmen gut geführt ist und für hohe und beständige Profite steht. Die Übernahme erlaubt es Bilia seine Präsenz in der Region auszubauen."




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Der 1893 geborene Arnold Kontz legte 1917 den Grundstein für ein luxemburgisches Traditionsunternehmen. Am 1. Juni jährt sich die Gründung nun zum einhundertsten Mal.
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BMW- und Mini-Automobile werden künftig auch weiterhin in der Route de Thionville verkauft werden.