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ArcelorMittal-Turm nimmt Form an
Wirtschaft 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal-Turm nimmt Form an

Ende 2011 soll der Orbit fertiggestellt sein.

ArcelorMittal-Turm nimmt Form an

Ende 2011 soll der Orbit fertiggestellt sein.
Foto: ArcelorMittal
Wirtschaft 2 Min. 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal-Turm nimmt Form an

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2012 in London errichtet ArcelorMittal einen Stahlturm. Anfang Januar wurde mit dem Bau des 114 Meter hohen Gebildes namens Orbit begonnen. Der rund 2 000 Tonnen schwere Koloss soll bis Ende 2011 fertiggestellt sein.

Von Alexa Lepage aus Bolton

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2012 in London errichtet ArcelorMittal einen Stahlturm. Anfang Januar wurde mit dem Bau des 114 Meter hohen Gebildes namens Orbit begonnen. Der rund 2 000 Tonnen schwere Koloss soll bis Ende 2011 fertiggestellt sein. Der Stahl stammt aus ArcelorMittal-Werken rund um den Globus. 300 Tonnen davon wurden in Luxemburg produziert.

Für die einen ist es ein Turm, für die anderen eine Statue. Noch andere sprechen von einem Gebäude. Oder ist es doch ein Kunstwerk? Alleine die Diskussionen um seine Bezeichnung zeigen, dass der Orbit noch vor seiner Fertigstellung eines seiner Ziele erreicht hat: Er sorgt für Gesprächsstoff.

„Es ist wie die Pyramide vor dem Louvre. Die einen hassen sie, die andern lieben sie. Aber sie lässt niemanden gleichgültig“, schwärmt Greg Ludkovsky, Vice-President Forschung & Entwicklung bei ArcelorMittal. „Es ist eine Struktur, die der Vorstellungskraft freien Lauf lässt“, ist er überzeugt. „Es ist eine Skulptur, eine Struktur und gleichzeitig ein Gebäude“, sagt wiederum Pierre Engel, verantwortlicher Ingenieur von ArcelorMittal. Das mache das Projekt auch so komplex. Der Turm soll bis zu einer Million Besucher jährlich anlocken.

Orbit-Stahl stammt symbolisch von allen Kontinenten

Bis September dieses Jahres sollen alle Orbit-Einzelteile fertiggestellt sein. Insgesamt werden 9 000 Meter Stahlröhren und 900 Verbindungsteile verarbeitet. Der Stahl stammt ausschließlich aus ArcelorMittal-Werken.

„Die Stahlröhren stammen aus deutschen und spanischen Werken“, sagt Engel. Die Pfähle für das Fundament, die Eisenträger für die Plattformen und das Treppengitter stammen aus Esch-Belval. Das Luxemburger Werk liefert 300 Tonnen für den Orbit. Das kommt nicht von ungefähr: In Belval wird ausschließlich Alteisen recycelt. „Laut den Vorgaben des olympischen Komitees müssen die Bauten aus mindestens 55 Prozent wieder verwendetem Material bestehen“, sagt Engel.

Der Orbit erreicht eine Quote von 60 Prozent. „100 Prozent hätten nicht der Realität entsprochen, weil es nicht genug Alteisen auf der Welt gibt“, so Engel. Während das Gros des Stahls aus Europa stammt, haben Werke aus Süd- und Nordamerika, Südafrika und China einen symbolischen Anteil beigetragen. „Alle Kontinente sind am Orbit beteiligt“, so Engel. ArcelorMittal erwartet sich viel von „seinem“ Turm: „Wir hoffen, dass der Orbit zu einem Emblem für Großbritannien wird“, sagt Gonzalo  Urquijo, Geschäftsführer der Langstahlsparte bei ArcelorMittal.

Der Text wurde für die Online-Ausgabe gekürzt. Den ganzen Artikel finden Sie im Luxemburger Wort vom 28. Februar 2011.