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ArcelorMittal stellt Produktion in drei luxemburgischen Werken ein
Wirtschaft 19.03.2020 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal stellt Produktion in drei luxemburgischen Werken ein

Das Stahlwerk von ArcelorMittal in Differdingen.

ArcelorMittal stellt Produktion in drei luxemburgischen Werken ein

Das Stahlwerk von ArcelorMittal in Differdingen.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 19.03.2020 Aus unserem online-Archiv

ArcelorMittal stellt Produktion in drei luxemburgischen Werken ein

Aufgrund der rapiden Ausbreitung des Corona-Virus in Europa will der Stahlkonzern die Produktion zurückfahren, um seine Mitarbeiter zu schützen und der geminderten Nachfrage gerecht zu werden.

(dpa/SC) - Der weltgrößte Stahlkonzern ArcelorMittal wird wegen der Corona-Pandemie seine Produktion in Europa herunterfahren. Dies diene zum Schutz der Mitarbeiter, teilte der Konzern am Donnerstag in Luxemburg mit.


Esch,  Lentille Terre Rouge , Beginn Abrissarbeiten , Stacheldraht , Foto:Guy Jallay/Luxemburger Wort
Esch: Beginn der Abrissarbeiten auf der Lentille Terres Rouges
Es kommt Bewegung auf die Industriebrache an der Escher Grenz. Ein Gebäude wird derzeit abgerissen. Derweil erklärt das Unternehmen, warum es NATO-Stacheldraht um Teile des Geländes aufgestellt hat.

Aufgrund der weiten Ausbreitung des Virus in einigen Ländern, in dem ArcelorMittal Produktionsstätten betreibt, sei dieser Schritt notwendig. Zudem passe ArcelorMittal damit die Produktion an die derzeitige Nachfrage an.  In Luxemburg betrifft das die Werke in Belval, Differdingen und Rodange.

"In letzter Zeit hat die Anzahl der Anträge unserer Subunternehmer und der Belegschaft in der Produktion auf Selbstisolierung die verfügbaren Arbeitskräfte unter das kritische Minimum reduziert, um den Betrieb sicher zu betreiben", so ein Sprecher des Unternehmens. "Infolgedessen hat ArcelorMittal Luxemburg beschlossen, die industriellen Aktivitäten seiner luxemburgischen Standorte schrittweise auf eine vollständige Aussetzung zu reduzieren, um die Verfahren zur Gewährleistung der Sicherheit von Personen und Ausrüstungen einzuhalten." 

Ab dem 20. März werden die Anlagen schrittweise stillgelegt, bis die Produktionstätigkeit vollständig eingestellt ist. Gegenwärtig ist die Unterbrechung der Aktivität der Anlagen für einen Zeitraum von sieben Tagen geplant, so der Unternehmenssprecher. Die Restlieferungen der fertigen Produkte würden unter strengsten hygienischen Bedingungen durchgeführt. Für das betroffene Personal gilt für die Dauer der Einstellung der Tätigkeiten Kurzarbeit.  

Man werde die Entwicklung weiter beobachten und Entscheidungen treffen, um das Wohl der Mitarbeiter zu schützen und die Nachfrage der Kunden sicherzustellen, hieß es. Das Unternehmen verfolge die weiteren Entwicklungen und werde zukünftige Entscheidungen an diese anpassen.

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