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ArcelorMittal: OGBL fordert Treffen mit Regierung

ArcelorMittal: OGBL fordert Treffen mit Regierung

Foto: Lex Kleren
Wirtschaft 23.04.2018

ArcelorMittal: OGBL fordert Treffen mit Regierung

Mara BILO
Mara BILO
Gegenwärtig erheben sich in Luxemburg viele Stimmen gegen den von ArcelorMittal angekündigten Verkauf vom ArcelorMittal-Standort Düdelingen. Die Arbeitnehmerorganisationen haben sich bereits für die Mitarbeiter in Düdelingen eingesetzt, der OGBL erklärt sich nun allerdings gegen ein Dreiertreffen.

Im Streit um den Arcelor-Mittal-Standort Düdelingen sollten derzeit keine dreiseitigen Verhandlungen stattfinden. Das teilte die Arbeitnehmerorganisation OGBL am Montag mit. "Die Tripartite ist ein Kriseninstrument", erklärt der Gewerkschaftssekretär Jean-Claude Bernardini, "wir sind noch noch in der Phase davor." Ein Dreiertreffen wäre unter den jetzigen Umständen nutzlos, schreibt der OGBL in einer Pressemitteilung.


European Commissioner for Competition Margrethe Vestager speaks during a news conference at the EU Delegation in Washington on September 19, 2016.
The Commission angered Washington by ruling that US tech icon Apple had received favorable tax terms and ordered it to repay 13 billion euros ($14.5 billion) in back-taxes to Ireland. Vestager is in Washington, to meet with top US officials amid continued complaints over her Apple decision. / AFP PHOTO / YURI GRIPAS
Vestager antwortet Schneider
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Gefordert ist die Ausarbeitung einer gemeinsamen Strategie zwischen Regierung und Gewerkschaften. Der OGBL hatte bereits letzte Woche einen Brief an die Regierung geschickt, um ein Treffen zwischen den beiden Parteien zu organisieren. Am vergangenen Dienstag hatte der LCGB Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Arbeitsminister Nicolas Schmit aufgefordert, dringend eine Stahltripartite einzuberufen.

Am 26. April findet in Brüssel ein Treffen der Fédération syndicale européenne de l'industrie (industriALL) statt, an dem auch der OGBL teilnehmen wird. Die Gewerkschaften werden versuchen, eine übergreifende gewerkschaftliche Antwort auszuarbeiten und überprüfen, wie auf europäischer Ebene gemeinsam gehandelt werden kann. Danach ist auch ein weiteres Treffen zwischen den Gewerkschaften und der Europäischen Kommission vorgesehen, so Jean-Claude Bernardini.


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