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Arbeitsmarkt in Luxemburg: Ohne Ausländer geht nichts
Wirtschaft 16.07.2019

Arbeitsmarkt in Luxemburg: Ohne Ausländer geht nichts

In der heimischen Industriebranche sind 62 Prozent der Fachkräfte EU-Ausländer.

Arbeitsmarkt in Luxemburg: Ohne Ausländer geht nichts

In der heimischen Industriebranche sind 62 Prozent der Fachkräfte EU-Ausländer.
Foto: Chris Karaba / Luxemburger Wort
Wirtschaft 16.07.2019

Arbeitsmarkt in Luxemburg: Ohne Ausländer geht nichts

Insgesamt 180.000 Menschen pendeln jeden Tag aus dem benachbarten Ausland zur Arbeit ins Großherzogtum. Am stärksten sind Grenzpendler im Industriesektor gefragt. Das geht aus einer neuen Eurostat-Studie hervor.

(jt) - Fast die Hälfte der Arbeitnehmer in Luxemburg (49,4 Prozent) stammt aus einem anderen EU-Mitgliedsstaat. Der Anteil von EU-Ausländern auf dem Arbeitsmarkt ist innerhalb der Europäischen Union im Großherzogtum am höchsten, dahinter folgen mit großem Abstand Irland (12,8 Prozent) und Zypern (11,4 Prozent). Im luxemburgischen Industriesektor sind sogar mehr als die Hälfte (62 Prozent) der Beschäftigten EU-Ausländer, in der Dienstleistungsbranche sind es 48,1 Prozent. Das geht aus der Eurostat-Studie «People on the move» hervor, die am Montag veröffentlicht wurde.


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Fast vier Prozent Zuwachs bei Arbeitsplätzen
Die neuesten Zahlen des Statistikamts zeigen, dass der luxemburgische Arbeitsmarkt langsam weiter wächst.

Rund 1,3 Millionen Beschäftigte in der EU müssen auf dem Weg zur Arbeit eine Staatsgrenze überqueren. In Luxemburg lag die Zahl der Grenzpendler 2018 laut Eurostat-Berechnung bei rund 180.000, davon wohnen 88.000 in Frankreich, 52.000 in Deutschland und 40.000 in Belgien. Das nationale Statistikamt Statec errechnete vor kurzem sogar noch etwas höhere Zahlen. Die meisten dieser Grenzpendler sind im Bausektor erwerbstätig. Nicht alle Einwohner verdienen ihren Lohn im eigenen Land: Insgesamt 4000 Menschen fahren von Luxemburg aus zur Arbeit in die Nachbarstaaten Frankreich (1.500) und Deutschland (2.500).   

Grafik: Luxemburger Wort/Eurostat

Das Phänomen der grenzüberschreitenden Arbeit macht sich auch an der Grenze zwischen Polen und Deutschland bemerkbar: 125.000 Menschen, die in Polen leben, gehen im westlichen Nachbarland einer Beschäftigung nach. Auch zwischen Slowakei und Österreich sowie zwischen Frankreich und Belgien herrscht jeweils reger Pendlerverkehr.



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