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Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden: Moody's senkt Daumen über Frankreich
Mehrere ungelöste Probleme lasten auf der "Grande Nation".

Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden: Moody's senkt Daumen über Frankreich

Reuters
Mehrere ungelöste Probleme lasten auf der "Grande Nation".
Wirtschaft 20.09.2015

Arbeitslosigkeit und hohe Staatsschulden: Moody's senkt Daumen über Frankreich

Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs gesenkt. Die Bonitätsnote der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone werde von „Aa1“ auf „Aa2“ abgestuft.

(dpa) - Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs gesenkt. Die Bonitätsnote der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone werde von „Aa1“ auf „Aa2“ abgestuft, teilte Moody's bereits am Freitagabend mit. Der Ausblick sei nun stabil. Die Wachstumsaussichten des unter Reformdruck stehende Landes seien schwach und werden sich für den Rest des Jahrzehnts nicht verbessern. Diese schlechte Wachstumsprognose und der Reformstau unter Präsident Hollande seien mit Blick auf die hohen Staatsschulden eine Herausforderung, hieß es zur Begründung. Frankreich kämpft seit längerem mit stagnierendem Wachstum und hoher Arbeitslosigkeit.

„Aa2“ ist die drittbeste Note im System von Moody's. Mitbewerber Standard & Poor's hatte Frankreich bereits früher auf die drittbeste Note „AA“ herabstuft und dieses Votum im Juni bestätigt. Der Ausblick ist hier aber negativ. Die Ratingagentur Fitch gibt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone aktuell auch ihre drittbeste Note „AA“ mit stabilem Ausblick.



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