Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Apple will Milliarden in den USA investieren
Wirtschaft 2 Min. 17.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Nach Steuerreform

Apple will Milliarden in den USA investieren

US-Konzerne wie Apple oder Microsoft horten riesige Dollar-Beträge im Ausland.
Nach Steuerreform

Apple will Milliarden in den USA investieren

US-Konzerne wie Apple oder Microsoft horten riesige Dollar-Beträge im Ausland.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 17.01.2018 Aus unserem online-Archiv
Nach Steuerreform

Apple will Milliarden in den USA investieren

Michel THIEL
Michel THIEL
Jahrelang warteten Apple und andere US-Unternehmen auf eine Steuerreform, um ihre Auslandsgewinne nach Hause zu bringen. Jetzt ist es soweit - und der iPhone-Konzern verspricht einen Geldregen in den USA.

(dpa) - Apple will nach der US-Steuerreform den Großteil seiner gewaltigen Geldreserven ins Heimatland bringen. Zusätzlich zu einer beispiellosen Steuerzahlung von 38 Milliarden Dollar (knapp 31 Mrd. Euro) stellte der iPhone-Konzern massive Investitionen in den USA und den Bau eines neuen großen Standorts in Aussicht.

Nach jüngsten Angaben vom Herbst lagerte Apple einen Geldberg von gut 252 Milliarden Dollar außerhalb der USA. Die Höhe der erwarteten Steuerzahlung legt nahe, dass der Konzern nur wenig davon im Ausland lassen will. Eine spannende Frage wird sein, wie die Entscheidung den Konflikt mit der EU-Kommission um die von ihr geforderte Steuernachzahlung von 13 Milliarden Euro an Irland beeinflussen wird.

Amerikanische Unternehmen müssen auf Auslandsgewinne erst Steuern bezahlen, wenn das Geld in die USA überwiesen wird. Dann wurde nach bisherigen Regelungen aber ein hoher Satz von 35 Prozent fällig - und etwa 5 Prozent für den jeweiligen Bundesstaat obendrauf. Unter diesen Umständen zogen es die Firmen jahrzehntelang vor, das Geld im Ausland zu lagern und warten auf günstigere Konditionen.

Diese kommen jetzt: Nach der unter US-Präsident Donald Trump beschlossenen Steuerreform soll Bargeld mit 15,5 Prozent besteuert werden und weniger liquide Werte mit acht Prozent. Die Zahlungen können über acht Jahre gestreckt werden.

Apple will nun in den kommenden fünf Jahren 30 Milliarden Dollar in den USA investieren, wie das Unternehmen am Mittwoch ankündigte. Gut ein Drittel davon solle in Rechenzentren in den USA fließen. Der Fonds für den Ausbau von High-Tech-Produktion in den USA - der Zulieferern zugute kommt - wird von einer auf fünf Milliarden Dollar aufgestockt.

Auch wolle Apple einen neuen Campus für seine Mitarbeiter an einem noch nicht genannten Ort eröffnen. Zudem sollen 20 000 neue Jobs an bereits existierenden Standorten entstehen. Insgesamt werde Apple in den kommenden fünf Jahren 350 Milliarden Dollar zur US-Wirtschaft beitragen, hieß es ohne nähere Aufschlüsselung dieser Rechnung.

Nach Informationen des Finanzdienstes Bloomberg sollen die Apple-Mitarbeiter nach der Steuerreform zudem als Bonus Aktienoptionen im Wert von 2500 Dollar erhalten.

Apples Geldreserven betrugen Ende September 268,9 Milliarden Dollar. Davon lagerten 94 Prozent außerhalb der USA. Die EU-Kommission fordert die Steuernachzahlung an Irland, wo ein großer Teil der Auslandseinnahmen landet. Aus Sicht der Brüsseler Behörde verzerrten Apples Steuervereinbarungen in dem Land den Wettbewerb. Der Konzern und Irland wehren sich dagegen. Die Kommission hatte zudem kritisiert, das der Konzern ein System geschaffen habe, in dem die Auslandsreserven steuerfrei seien. Apple hatte stets betont, auf das Geld müssten Steuern in den USA bezahlt werden.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Mit der Steuernachforderung von 13 Milliarden Euro an Apple sorgte EU-Kommissarin Margrethe Vestager vor drei Jahren für viel Aufsehen. Jetzt treffen die beiden Seiten vor dem EU-Gericht aufeinander.
CUPERTINO, CALIFORNIA - SEPTEMBER 10: Apple CEO Tim Cook delivers the keynote address during a special event on September 10, 2019 in the Steve Jobs Theater on Apple's Cupertino, California campus. Apple unveiled new products during the event.   Justin Sullivan/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Le cours de bourse très bas
Il y a 10 ans que le cours de l'action de la Société européenne des satellites (SES) n'avait pas été aussi bas. Les analystes, très sceptiques, soulignent des résultats en dessous des attentes et des risques élevés pour la société et pour le secteur. La SES, elle, engrange les contrats.
Lancement avec SpaceX
Die Luxemburger Richter entscheidet, dass Xiami seine für Tabletcomputer genutzte Bezeichnung Mi Pad nicht als Unionsmarke eingetragen darf.
Irland wird nach langem Zögern die Steuermilliarden von dem US-Technologiekonzern einsammeln. Das gab der irische Finanzminister Paschal Donohoe am Montag in Brüssel bekannt.
EU-Kommissarin Margrethe Vestager wirbt für mehr Steuertransparenz.