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Apple legt Gerichtsstreit mit App-Entwicklern bei
Wirtschaft 2 Min. 27.08.2021
Vergleich

Apple legt Gerichtsstreit mit App-Entwicklern bei

Eine Vielzahl von Partnern ist unzufrieden mit der Politik des Technologiekonzerns.
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Apple legt Gerichtsstreit mit App-Entwicklern bei

Eine Vielzahl von Partnern ist unzufrieden mit der Politik des Technologiekonzerns.
Foto: Ritchie B. Tongo/EPA/dpa
Wirtschaft 2 Min. 27.08.2021
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Apple legt Gerichtsstreit mit App-Entwicklern bei

Etliche App-Entwickler fühlten sich von Apple gegängelt. Der Konzern konnte nun den Streit beilegen, ohne große Zugeständnisse machen zu müssen.

(dpa) - Apple hat sich in einem Gerichtsstreit mit Entwicklern über die Rolle des Konzerns beim App-Vertrieb auf dem iPhone und iPad auf kleinere Änderungen geeinigt. Mit dem Entgegenkommen in der hitzig geführten Debatte soll eine Sammelklage der US-Entwickler beendet werden.

Wie der US-Konzern am Freitag mitteilte, räumt er in dem Vergleich den kleineren Entwicklern künftig die Möglichkeit ein, den App-Nutzern gezielt Informationen über Abo-Abschlüsse außerhalb des App Stores zu senden. Das darf jedoch nicht innerhalb der App selbst passieren, sondern muss außerhalb der App laufen – beispielsweise per Mail. Bislang hatte sich Apple strikt geweigert, Informationen über alternative Abo-Möglichkeiten außerhalb des App-Stores in den Anwendungen darzustellen.


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Vor allem im Internet, aber nicht nur dort, sind Kunden noch viel zu oft hilflos der Macht von Unternehmen ausgeliefert.

Die außergerichtliche Einigung mit den kleineren Entwicklern, die noch von dem Gericht in Oakland (Kalifornien) bestätigt werden muss, ist unabhängig von dem spektakulären Verfahren, das der Spiele-Entwickler Epic gegen Apple führt. Allerdings werden beide Verfahren von Richterin Yvonne Gonzalez Rogers geleitet. Daher könnte eine Zustimmung von Rogers zu der außergerichtlichen Einigung als Vorteil für Apple in dem Verfahren gegen Epic gewertet werden.

In dem aktuellen Vergleich mit den Sammelklägern konnte Apple nämlich zentrale Forderungen der Entwickler abwehren, die auch von Epic erhoben werden. So muss Apple weder einen weiteren App-Store auf dem iPhone oder iPad zulassen noch seine Umsatzbeteiligung von bis zu 30 Prozent reduzieren. Ein Urteil in dem Epic-Fall wird in diesem Herbst erwartet.

Weitere Klagen laufen

Allerdings kam Apple den Klägern bei der Freiheit der Preisgestaltung entgegen:

Der Konzern erhöht die Anzahl der vordefinierten Preispunkte, die Entwickler für Abonnements, In-App-Käufe und kostenpflichtige Apps festlegen können, von weniger als 100 auf mehr als 500.

Alle Zugeständnisse gelten nicht nur für die Kläger aus den USA, sondern werden weltweit eingeführt.

In den USA wird Apple darüber hinaus einen Fonds einrichten, um kleine Entwickler in der Coronakrise zu unterstützen. Anspruchsberechtigte dürfen in jedem Kalenderjahr seit 2015 mit allen ihren Apps im US-Store höchstens eine Million Dollar Umsatz gemacht haben. Die Förderung beträgt bis zu 30.000 Dollar.


(FILES) In this file photo taken on December 18, 2020, an illustration picture taken in London shows the logos of Google, Apple, Facebook, Amazon and Microsoft displayed on a mobile phone and a laptop screen. - US lawmakers take a first step toward regulating Big Tech on June 23, 2021 with a vote on a series of bills with potentially massive implications for large online platforms and consumers who use them. (Photo by JUSTIN TALLIS / AFP)
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Das App-Store-System von Apple steht aktuell unter Beschuss. Die EU-Kommission wirft dem iPhone-Konzern unfairen Wettbewerb im Geschäft mit Musikstreaming-Apps wie Spotify vor. Die Spielefirma Epic will mit einer Klage in den USA erreichen, dass sie und andere Anbieter eigene App Stores auf dem iPhone an Apple vorbei betreiben können. Apple betont, der App Store sei eine für App-Entwickler lukrative Plattform und schütze gleichzeitig die Nutzer vor Betrugsversuchen.


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