Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Tesla-Quartalszahlen erfreuen Anleger
Wirtschaft 03.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Ansturm auf Model 3 hält an

Tesla-Quartalszahlen erfreuen Anleger

Mit dem Model 3 will Tesla die breite Masse erreichen.
Ansturm auf Model 3 hält an

Tesla-Quartalszahlen erfreuen Anleger

Mit dem Model 3 will Tesla die breite Masse erreichen.
Foto: Tesla
Wirtschaft 03.08.2017 Aus unserem online-Archiv
Ansturm auf Model 3 hält an

Tesla-Quartalszahlen erfreuen Anleger

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Der Umsatz wurde mehr als verdoppelt, die Nachfrage nach dem neuen Model 3 ist ungebrochen hoch - das reicht, damit die Tesla-Party an der Börse vorerst weitergehen kann.

(dpa) - Der Elektroautobauer Tesla hat die Erwartungen im zweiten Quartal übertroffen und liegt bei der Produktion des Model 3 im Plan. Die Nachfrage nach dem ersten Mittelklassewagen des Konzerns von Tech-Milliardär Elon Musk ist weiterhin riesig: Seitdem die ersten 30 Exemplare am letzten Freitag an Käufer übergeben wurden, gingen im Schnitt 1800 Reservierungen pro Tag ein. Das verkündete Musk am Mittwoch in seinem Quartalsbrief an die Aktionäre.

Der Rummel um Teslas Vorstoß in den Massenmarkt ist enorm. Einige Analysten trauen der Firma zu, den E-Antrieb mit dem Model 3 in den Mainstream zu bringen. Anhänger sprechen vom iPhone auf Rädern.

Doch durch den Kundenansturm wird auch die Warteliste für Teslas in der Grundausstattung rund 35 000 Dollar teures Mittelklassemodell immer länger. In einer Telefonkonferenz mit Analysten sprach Musk von 518 000 Vorbestellungen, räumte dann aber ein, dass es nach Abzug zurückgezogener Kauforders unter dem Strich lediglich 455 000 seien.

Hoher Lieferdruck

Da die Serienproduktion erst Fahrt aufnehmen muss, entsteht durch die vielen Reservierungen, für die Kunden je 1000 Dollar anzahlen müssen, hoher Lieferdruck. Umso erfreuter reagierten Anleger, dass Musk nun versicherte, bei allen Produktionszielen des Model 3 auf Kurs zu sein.

Auch die Ergebnisse für das zweite Quartal kamen am Markt gut an. Verglichen mit dem Vorjahreswert sprangen die Erlöse um rund 120 Prozent auf 2,8 Milliarden Dollar (2,4 Mrd Euro). Der Verlust nahm zwar von 293 auf 336 Millionen Dollar zu, fiel damit aber dennoch deutlich geringer aus als angenommen. Die Aktie stieg nachbörslich zeitweise um über acht Prozent. Auf Jahressicht steht der Kurs mit über 50 Prozent im Plus, mit einem Börsenwert von 53,5 Milliarden Dollar ist Tesla derzeit der am höchsten gehandelte US-Autokonzern.

Zukunftspläne

An rote Zahlen sind die Aktionäre ohnehin gewöhnt und dass die ambitionierten Pläne von Tesla stark ins Geld gehen, ist hinlänglich bekannt. Firmenchef Musk hat sich einiges vorgenommen: Ab 2018 soll die Jahresproduktion auf 500 000 Autos erhöht werden. Für 2020 wird die Millionenmarke angepeilt. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr rollten lediglich rund 84 000 Wagen vom Band. Für die massive Ausweitung der Kapazitäten nimmt das Unternehmen hohe Ausgaben in Kauf. Zudem investiert Tesla in großem Stil in andere Projekte wie etwa eine riesige Batteriefabrik.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erst sorgte Starunternehmer Elon Musk für großes Spektakel: Mit rotem Tesla-Roadster an Bord ließ er die SpaceX-Rakete „Falcon Heavy“ ins All abheben. Dann aber liefern die Tesla-Zahlen Kontrastprogramm - Rekordverlust, Produktionsprobleme.
Mit dem Model 3 will Tesla die breite Masse erreichen.
Seit Jahren wird der Durchbruch prophezeit, doch noch immer fristen Elektroautos ein Nischendasein – auch in Luxemburg. Für wen lohnt sich der Kauf eines Stromers? Wie entwickelt sich die Elektromobilität hierzulande?
Mit dem Model3 will Tesla in den Massenmarkt vorstoßen. Der 35.000 Dollar teure Elektrowagen geht am Freitag in die Serienproduktion. Die rund 400.000 Bestellungen abzuarbeiten wird aber einige Zeit dauern.
Das Model 3 mit einem US-Preis ab 35.000 Dollar soll Tesla und die Elektromobilität stärker auf den Massenmarkt bringen.
Nach etwas mehr als zwei Jahren werden sich der amerikanische Autobauer Tesla und die Country-Managerin für Belgien und Luxemburg, An de Pauw, wieder voneinander trennen.
Tesla mischte als neuer Player den Markt der E-Mobilität gehörig auf.
Tech-Milliardär und Star-Unternehmer Elon Musk hat angekündigt, seine Beraterfunktion für US-Präsident Donald Trump im Falle eines US-Ausstiegs aus dem Pariser Klimaabkommen aufzugeben.
(COMBO) This combination of pictures created on May 31, 2017 shows a file photo taken on January 23, 2017 showing SpaceX CEO Elon Musk listening to US President Donald Trump speak during a meeting with business leaders in the Roosevelt Room at the White House in Washington, DC, on January 23, 2017. 
In file photo taken on April 25, 2017 showing US President Donald Trump pause while speaking during the Holocaust Memorial Museum's National Days of Remembrance at the US Capitol April 25, 2017 in Washington, DC.

Tesla founder and technology luminary Elon Musk said on May 31, 2017 he would quit President Donald Trump's business advisory councils if Washington pulls out of the Paris climate accord. / AFP PHOTO / NICHOLAS KAMM AND Brendan Smialowski
Mitte 2016 kündigte Tesla-Chef Elon Musk in seinem „Master Plan zwei“ den Bau elektrischer Lastwagen und Busse an - bereits in diesem Herbst soll nun das erste Modell vorgestellt werden.
Tesla hat das Zeug, den Automobilmarkt aufzumischen.