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Angst vor weiteren Corona-Lockdowns
Wirtschaft 25.04.2022
China

Angst vor weiteren Corona-Lockdowns

Ein Mitarbeiter versprüht Desinfektionsmittel in einem Kino, als die Stadt nach einem Ausbruch des Covid-19-Coronavirus in Shenyang am 25. April 2022 wieder geöffnet wird.
China

Angst vor weiteren Corona-Lockdowns

Ein Mitarbeiter versprüht Desinfektionsmittel in einem Kino, als die Stadt nach einem Ausbruch des Covid-19-Coronavirus in Shenyang am 25. April 2022 wieder geöffnet wird.
Foto: AFP
Wirtschaft 25.04.2022
China

Angst vor weiteren Corona-Lockdowns

Die Börsen im Reich der Mitte fallen stark. Ausgangssperren in der Hauptstadt befürchtet.

(dpa) - Angesichts neuer Sorgen um Chinas Wirtschaft und eine Ausweitung der Corona-Ausgangssperren auf die Hauptstadt Peking sind die Aktienmärkte in China stark gefallen. Der Shanghai Composite Index sackte am Montag zum Handelsschluss um 5,13 Prozent auf 2.928 Punkte ab. Es war der niedrigste Stand seit zwei Jahren.

Der Shenzhen Component Index gab sogar um 6,08 Prozent auf 10.379 Punkte nach. Auch der Hang Seng Index in Hongkong geriet unter Druck und fiel um 3,69 Prozent auf 19.876 Punkte. 


ARCHIV - 30.03.2022, Rheinland-Pfalz, Mainz: Container werden an einem Container Terminal des Mainzer Hafens bewegt. Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr vor allem wegen des Kriegs in der Ukraine deutlich langsamer wachsen. (zu dpa «IWF senkt wegen Krieg in der Ukraine globale Wachstumsprognose») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Frachtschiffe liegen in China vor Anker
Experten sehen die den Stau vor den chinesischen Häfen vor allem als Folge der rigiden Pandemie-Politik Chinas – wie schon 2021.

„Es gibt Sorgen, dass sich die Covid-Lage in Peking in etwas entwickelt wie in Shanghai mit anhaltenden Lockdowns, die der Wirtschaft schaden“, sagte Kevin Li von GF Asset Management (Hong Kong) der Finanzagentur Bloomberg.

Regierung fährt „Null-Covid“-Kurs

Nach der Entdeckung von einigen Dutzend Corona-Fällen in Peking fürchten die Behörden, dass sich das Virus seit einer Woche unentdeckt in der chinesischen Hauptstadt verbreitet hat. 3,5 Millionen Einwohner des größten Stadtteils Chaoyang werden diese Woche deswegen dreimal getestet. Einige Nachbarschaften wurden schon abgeriegelt. Die Bewohner dürfen das Gebiet nicht verlassen.

Es kam auch zu Hamsterkäufen, weil die Angst umgeht, dass die 21-Millionen-Metropole Peking Shanghai und Changchun oder der Provinz Jilin in Nordostchina folgen könnte, wo seit Wochen weitreichende Ausgangssperren gelten. Mit Massentests, Lockdown und Quarantäne verfolgt China eine strikte Null-Covid-Strategie, die durch die hoch ansteckende Omikron-Variante auf eine harte Probe gestellt wird.      

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