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Alfa-Hotel: Fehlende Investitionen erhöhten den Druck
Dem Betreiber des Hotels fehlten die nötigen und versprochenen Investitionen.

Alfa-Hotel: Fehlende Investitionen erhöhten den Druck

Foto: Guy Jallay
Dem Betreiber des Hotels fehlten die nötigen und versprochenen Investitionen.
Wirtschaft 2 Min. 23.03.2017

Alfa-Hotel: Fehlende Investitionen erhöhten den Druck

Im Streit um die Schließung des traditionsreichen Alfa-Hotels meldet sich nun der Betreiber des Hotels, Rolphe Reding, zu Wort. Nicht eingehaltene Vereinbarungen hätten zu der aktuell verfahrenen Lage geführt.

(M.G.) - Im Streit um die Schließung des traditionsreichen Alfa-Hotels meldet sich nun der Betreiber des Hotels, Rolphe Reding, zu Wort.

"2010 wurde das Gebäude von den Gesellschaften Alfa Gestion S.A. und Alfa Place de la Gare S.A. gekauft", heißt es in der Mitteilung von Reding. Mit dem Abschluss des Mietvertrags zwischen den beiden neuen Besitzern und der Betreibergesellschaft Alfa Hotel S.à.r.l., sollen erstere sich verpflichtet haben, das Hotel so zu renovieren und umzubauen, dass es den zu der Zeit geltenden Standards entspräche. Dieser Verpflichtung seien die Investoren allerdings nicht nachgekommen.

Betreiber hielt sich an eine umstrittene Vereinbarung

Der Anwalt des Schweizer Mehrheitsteilhabers, Pierre Metzler, hatte gegenüber dem "Luxemburger Wort" dagegen erklärt, dass Reding seit 2013 mit den Mietzahlungen im Rückstand sei. Der Betreiber des Hotels schulde dem Besitzer inzwischen einen Millionenbetrag. Aus diesem Grund habe der Mehrheitseigentümer des Hotels den Mietvertrag am 31. Dezember 2016 gekündigt.

Rolphe Reding stellt die Situation dagegen etwas anders dar. In seinem Schreiben erklärt er, dass die fehlenden Investitionen immer größeren Druck auf die Einnahmen des Hotels ausgeübt hätten. Schließlich habe der Geschäftsführer einer der beiden Eigentümergesellschaften (Alfa Gestion S.A.) zugestimmt, die monatliche Miete ab Mai 2014 auf 50.000 Euro (ohne Mehrwertsteuer) zu senken. Der vereinbarte Betrag wurde, so Reding, auch bis einschließlich März 2017 vollständig bezahlt. Die Vereinbarung an sich sei jedoch vom Schweizer Mehrheitsaktionär der Gesellschaft in Frage gestellt worden.

Reding fehlten die nötigen und versprochenen Investitionen

Insgesamt erklärt Reding in seinem Schreiben, dass er die aktuelle Situation nicht verschuldet habe. Vielmehr sei es die Absicht des Schweizer Investors, ohne jegliche Investitionen möglichst viel Profit aus dem Unternehmen zu ziehen, so Reding.

Außerdem erklärt Reding, dass bis zuletzt Verhandlungen stattgefunden hätten, um den Investoren das Gebäude abzukaufen. „Zu keinem Zeitpunkt wurden Herr Reding oder der potentielle Käufer darüber informiert, dass die aktuellen Besitzer der Räumlichkeiten nicht bereit wären letztere zu veräußern“, so die Mitteilung weiter.

Wichtig ist Reding allerdings klarzustellen, dass die Eigentümergesellschaften diese verfahrene Situation hätten verhindern können. Davon ausgehend, dass die Gesellschaften nicht länger mit der Firma Alfa Hotel S.à.r.l. oder deren Geschäftsführer - also Reding - zusammenarbeiten möchten, hätten sich die Besitzer in den Monaten seit dem Gerichtsurteil um die Übernahme und Weiterführung des Hotels kümmern können, um so den negativen Konsequenzen für alle Beteiligten vorzubeugen. 

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