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Sprachassistent-Anbietern droht strengere Regulierung
Wirtschaft 09.06.2021
Alexa, Siri und Co.

Sprachassistent-Anbietern droht strengere Regulierung

Sprachassistenten werden zunehmend Teil unseres Alltags.
Alexa, Siri und Co.

Sprachassistent-Anbietern droht strengere Regulierung

Sprachassistenten werden zunehmend Teil unseres Alltags.
Foto: dpa
Wirtschaft 09.06.2021
Alexa, Siri und Co.

Sprachassistent-Anbietern droht strengere Regulierung

Anbieter von Programmen wie Siri oder Alexa nutzen ihre Marktmacht zum Nachteil der Konsumenten aus, so die EU-Kommission.

(dpa) - Unternehmen wie Apple, Amazon und Google droht wegen ihrer Geschäfte mit digitalen Sprachassistenten eine strengere Regulierung durch die EU. Wie die Europäische Kommission am Mittwoch mitteilte, lassen erste Ergebnisse einer Marktuntersuchung darauf schließen, dass Anbieter von Programmen wie Siri oder Alexa ihre Marktmacht zum Nachteil der Konsumenten und anderer Wirtschaftsteilnehmer nutzen könnten.

So hätten Teilnehmer der Sektoruntersuchung die Ansicht vertreten, dass der umfassende Zugang zu Nutzerdaten den Unternehmen auch Vorteile auf anderen Märkten verschaffe. Zudem seien beispielsweise Bedenken hinsichtlich von Praktiken geäußert worden, mit denen die Möglichkeit eingeschränkt werde, auf ein und demselben „intelligenten Gerät“ unterschiedliche Sprachassistenten zu verwenden.


ILLUSTRATION - Zum Themendienst-Bericht «Neue digitale Beziehungen: Mein Freund, der Sprachassistent?» von Eva Boller vom 6. Mai 2021: Sprachassistenten sind nicht nur in Smart Speakern zu Hause. Auch Smartphones gehorchen aufs Wort, wenn die Besitzerin oder der Besitzer das wünscht. Foto: Alexander Heinl/dpa/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
Was uns Menschen an Sprachassistenten reizt
An manchen Tagen unterhalten sich einige häufiger mit Siri, Alexa und Co. als mit der Familie. Gefährlich wird dies lediglich für Kinder.

„In der Praxis bestimmen diese Unternehmen, wie unterschiedliche Geräte und Dienstleistungen miteinander kommunizieren und interagieren können“, sagte die zuständige Vizepräsidentin Margrethe Vestager zur Marktmacht von Google, Amazon und Apple. Der Abschlussbericht zu der Untersuchung soll laut EU-Kommission in der ersten Jahreshälfte 2022 veröffentlicht werden. Die gesammelten Informationen könnten zum Beispiel in die Beratungen über das geplante Gesetz über digitale Märkte einfließen oder aber auch für die Einleitung von Verfahren zur Durchsetzung des EU-Wettbewerbsrechts genutzt werden. Wenn Unternehmen gegen die Wettbewerbsvorschriften der EU verstoßen, riskieren sie Geldbußen in Höhe von bis zu zehn Prozent ihres weltweiten Jahresumsatzes.


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