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Airbnb wickelt Zahlungen in der EU über Luxemburg ab

(dpa) - Wegen des geplanten Austritts Großbritanniens aus der EU verlegt die US-amerikanische private Vermietungsplattform Airbnb ihr europaweites Zahlungsinstitut von London nach Luxemburg. Ab 2020 würden Zahlungen zwischen Vermietern und Mietern in der EU über Luxemburg laufen, teilte die Agentur zur Förderung des Finanzplatzes (Luxembourg for Finance) am Donnerstag mit. 

Die luxemburgische Tochtergesellschaft von Airbnb habe die dafür erforderliche Lizenz erhalten, hieß es. Mittlerweile hätten 58 Finanzdienstleister die Verlagerung ihres Geschäfts von London in das Großherzogtum öffentlich angekündigt. Die tatsächliche Zahl dürfte höher liegen, da nicht alle Unternehmen ihre Verlagerungen öffentlich gemacht hätten, teilte die Agentur mit. 

Gestern

Kayleigh McEnany folgt auf Stephanie Grisham.

McEnany neue Sprecherin des Weißen Hauses

 dpa) - US-Präsident Donald Trump hat die bisherige Sprecherin seines Wahlkampfteams, Kayleigh McEnany, zur neuen Sprecherin des Weißen Hauses ernannt.  Aus dem Verteidigungsministerium komme zudem Alyssa Farah, die als strategische Kommunikationsdirektorin einsteige, hieß es am Mittwoch in einer Stellungnahme der Regierungszentrale. 

McEnany folgt damit auf Stephanie Grisham, die den Posten am Dienstag nach weniger als einem Jahr verlassen hatte, um als Stabschefin für First Lady Melania Trump zu arbeiten. US-Medien hatten am Dienstag unter Berufung auf Insider bereits über McEnanys bevorstehenden Wechsel berichtet.  

Kurzmeldungen Lokales 08.04.2020

Radfahrer leicht verletzt

(TJ) - Gegen 13 Uhr stürzte ein Radfahrer in der Industriezone Riedgen in Düdelingen. Dabei verletzte er sich, sodass er vom Rettungsdienst aus Bettemburg ins Krankenhaus gebracht werden musste. 

Um 11.30 Uhr war es in der Rue de l'Aciérie in der Hauptstadt zu einem Kaminbrand gekommen. Die Berufsfeuerwehr war schnell Herr der Lage, es entstand lediglich geringer Materialschaden.

Kurzmeldungen Lokales 08.04.2020

Auto kollidiert mit Motorrad

Am Mittwoch ist gegen 7.40 Uhr in der Rue Camille Polfer in Luxemburg-Stadt ein Auto mit einem Motorrad zusammengestoßen. Eine Person wurde verletzt und musste ins Krankenhaus gebracht werden.

Kurzmeldungen Lokales 08.04.2020

Rauchentwicklung in Mehrfamilienhaus

(SH) - In einem Mehrfamilienhaus in der Avenue de la Liberté im hauptstädtischen Bahnhofsviertel kam es am Dienstag gegen 17.45 Uhr zu einer Rauchentwicklung. Die Feuerwehr aus der Stadt Luxemburg war im Einsatz. Verletzt wurde bei dem Vorfall niemand.

Vorgestern

Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham.

Präsident Trumps Sprecherin Grisham verlässt ihren Posten

(dpa) - US-Präsident Donald Trumps Sprecherin Stephanie Grisham (43) räumt nach weniger als einem Jahr ihren Posten. Sie werde ab sofort als Stabschefin und Sprecherin für die First Lady arbeiten, wie Melania Trump auf Twitter erklärte. Dem Nachrichtensender Fox News zufolge soll auf Grisham nun die Sprecherin von Trumps Wahlkampagne folgen, Kayleigh McEnany. Grisham erklärte zu ihrem Wechsel, es sei ihr eine Ehre, in dieser Regierung sowohl dem Präsidenten als auch der First Lady zu dienen.

Abgesehen von wenigen Interviews mit dem von Trump geschätzten konservativen Sender Fox News trat Grisham nur höchst selten öffentlich in Erscheinung. Sie gab im Weißen Haus auch keine Pressekonferenzen in dem dafür vorgesehenen Raum. Bei Trumps täglichen Auftritten dort zum Thema Corona-Virus spielte sie zuletzt ebenfalls keine öffentlich erkennbare Rolle. Grisham hat oft betont, der Präsident spreche am besten für sich selbst.

Dem US-Nachrichtensender CNN zufolge hing Grishams Abgang mit der Neubesetzung des Posten von Trumps Stabschef zusammen. Dort löste der frühere Abgeordnete Mark Meadows unlängst Mick Mulvaney ab. Grisham war im vergangenen Juni Nachfolgerin von Sarah Sanders als Trumps Sprecherin geworden. Zuvor hatte sie in der gleichen Rolle bereits für Melania Trump (49) gearbeitet. Grisham gehört seit langem zum Umfeld Trumps. Sie stieß 2015 zu dessen Wahlkampfteam und ist damit eine der wenigen Mitarbeiterinnen, die sich aus den Anfangstagen halten konnten. Sie gilt als äußerst loyal.

Schwerkranke dürfen nicht zugelassenes Mittel testen

(dpa) - Besonders schwer erkrankte Corona-Patienten dürfen künftig mit dem noch nicht zugelassenen Wirkstoff Remdesivir behandelt werden, wenn alle anderen Mittel versagt haben. Das hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte in Bonn genehmigt, wie ein Sprecher am Dienstag bestätigte. Der Wirkstoff wurde von einem US-Pharmaunternehmen ursprünglich gegen Ebola-Infektionen entwickelt. Es gebe erste Anzeichen für eine Wirksamkeit auch gegen das Coronavirus, hatte die europäische Arzneimittelbehörde EMA vergangenen Freitag festgestellt und einen Einsatz des Mittels für Schwerkranke ohne Behandlungsalternative („Compassionate use“) empfohlen. Dem folgte die deutsche Behörde.

Aktuell ließen sich zu einer Wirksamkeit aber keine Aussagen machen, betonte ein Sprecher der deutschen Arzneimittelbehörde. Es gebe nur Anzeichen. "Die Ergebnisse laufender klinischer Prüfungen bleiben abzuwarten." Bundesweit seien im März drei klinische Prüfverfahren für den Wirkstoff als Mittel gegen die Corona-Infektion genehmigt worden, sagte der Sprecher. Wie lange sie dauern würden, lasse sich nicht prognostizieren. Der sofortige Einsatz als nicht zugelassener Wirkstoff an Patienten sei streng reglementiert. Infrage kämen nur Patientengruppen, für die es sonst keine Therapiealternative mehr gebe. Die Kosten bei solchen sogenannten Härtefallprogrammen trägt der Hersteller. Die behandelnden Ärzte oder Kliniken wenden sich in solchen Fällen direkt an den Hersteller.

Weiterhin ungewöhnlich großes Ozonloch über der Arktis

(dpa) - Ein ungewöhnlich großes Ozonloch hält sich seit Wochen über der Arktis. In einer Höhe von etwa 18 Kilometern sei dort die Ozonschicht zu einem großen Teil abgebaut, teilte der Copernicus-Erdbeobachtungsdienst der Europäischen Union am Dienstag mit. Schon Anfang März hatten Forscher auf einen außergewöhnlich starken Ozonabbau über der Region hingewiesen. Bilder des Copernicus Atmosphere Monitoring Service zeigten auch am Montag noch eine teilweise stark ausgedünnte Ozonschicht.

Seit Jahrzehnten entsteht über der Antarktis nach dem dortigen Winter, wenn die Bedingungen für einen Abbau der Ozonschicht herrschen, für einige Monate ein Ozonloch. Grund für das im Vergleich dazu deutlich kleinere Ozonloch auf der Nordhalbkugel sind in diesem Jahr ungewöhnliche atmosphärische Bedingungen, darunter extrem eisige Temperaturen in der Stratosphäre. Schon früher hatten Forscher gelegentlich kleine Ozonlöcher über dem Nordpol beobachtet, aber nie in diesem Ausmaß.

"Das Ozonloch, das wir in diesem Jahr über der Arktis beobachten, hat eine maximale Ausdehnung von weniger als 1 Million Quadratkilometer", wird Diego Loyola vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in einer Mitteilung der Europäischen Weltraumorganisation (Esa) zitiert. "Das ist klein im Vergleich zum antarktischen Ozonloch, das eine Größe von etwa 20 bis 25 Millionen Quadratkilometern bei einer normalen Dauer von etwa 3 bis 4 Monaten erreichen kann."

Forscher gehen davon aus, dass sich das Ozonloch bald wieder schließt. "Unsere Vorhersage geht von nun steigenden Temperaturen im Polarwirbel aus, damit wird sich der Abbau des Ozons verlangsamen und schließlich ganz aufhören", sagt Vincent-Henri Peuch, Direktor der Abteilung Atmosphären-Monitoring von Copernicus. "Die Polarluft wird sich nun mit ozonreicher Luft aus niedrigeren Höhen mischen."

Die Ozonschicht ist eine natürliche Gasschicht, die die Erde vor der ultravioletten Strahlung der Sonne schützt. Das Ozonloch über der Antarktis war 1985 entdeckt worden und hatte zum schrittweisen Verbot der FCKW (Fluorchlorkohlenwasserstoffe) geführt. Seitdem schließt sich das Loch langsam. Das Ozonloch im Herbst 2019 zählte zu den kleinsten der vergangenen 35 Jahren.

Kurzmeldungen Lokales 07.04.2020

Grenzkontrollen: Stau auf der A13

Wegen der Grenzkontrollen auf deutscher Seite staut sich der Verkehr auf der A13 derzeit bis in den Tunnel Markusberg. Da das Stauende im Tunnel liegt, sind die Autofahrer zu erhöhter Vorsicht gebeten. 

Premier Boris Johnson in „stabilem Zustand“

(dpa) - Der Gesundheitszustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben stabil. Johnson hatte die Nacht auf der Intensivstation eines Londoner Krankenhauses verbracht. Ein Regierungssprecher äußerte sich am Dienstag in London zum Zustand des Premiers.

Der 55-Jährige musste bislang auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Dem Regierungschef werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er „atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung“.

Der Premier wurde am Montag im St. Thomas' Hospital wegen seiner anhaltenden Corona-Beschwerden untersucht, als sich plötzlich sein Zustand deutlich verschlechterte. Johnson hatte am 27. März mitgeteilt, dass er sich mit dem neuartigen Virus angesteckt hat. 

Kurzmeldungen Lokales 07.04.2020

Trickdiebstahl in der Hauptstadt

Am Montagabend ist ein Passant im hauptstädtischen Bahnhofsviertel bestohlen worden. Gegen 18.20 Uhr fragte ihn ein Mann in der Rue de Strasbourg nach einer Zigarette. Das Opfer lehnte die Bitte ab, daraufhin wurde es von dem Mann plötzlich umarmt. Dabei entwendete der Täter auch die Brieftasche aus der Gesäßtasche des Opfers. Der Betroffene bemerkte dies und hielt den Mann fest, dieser konnte sich aber losreißen und flüchten. Eine anschließende Fahndung blieb erfolglos. 

Brüssel und London stimmen Brexit-Fahrplan ab

Die Europäische Union und Großbritannien wollen nächste Woche den Fahrplan für die weiteren Verhandlungen über die Partnerschaft nach dem Brexit beraten. Dazu werde EU-Chefunterhändler Michel Barnier mit seinem britischen Kollegen David Frost sprechen, kündigte ein Sprecher der EU-Kommission am Dienstag an.

In der Corona-Krise waren die Verhandlungen sehr stark zurückgefahren worden. Barnier hatte sich mit dem Coronavirus infiziert, und auch Frost begab sich in Quarantäne. Zuletzt gab es nach Angaben des Kommissionssprechers noch Kontakte über die Vertragsentwürfe beider Seiten.

Großbritannien hat die EU Ende Januar verlassen. In einer bis Jahresende angesetzten Übergangsphase hat sich aber im Alltag nur wenig verändert. Nun wollen Seiten in Partnerschaftsabkommen die künftige Zusammenarbeit im Handel und bei anderen Themen regeln. Die Positionen liegen allerdings weit auseinander. Auf EU-Seite hält man eine Verlängerung der Übergangsphase für nötig, was der britische Premier Boris Johnson bisher ablehnt. Johnson ist nun aber selbst schwer an Covid-19 erkrankt.