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Abhängigkeit von Öl: EU verbraucht weniger Energie als 1990
Wirtschaft 20.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Abhängigkeit von Öl: EU verbraucht weniger Energie als 1990

Die EU importiert weiterhin Dreiviertel ihres Energiebedarfs.

Abhängigkeit von Öl: EU verbraucht weniger Energie als 1990

Die EU importiert weiterhin Dreiviertel ihres Energiebedarfs.
Foto: AFP
Wirtschaft 20.02.2017 Aus unserem online-Archiv

Abhängigkeit von Öl: EU verbraucht weniger Energie als 1990

Die Energieeinsparung kommt voran, die EU hat im Schnitt ihr Ziel für 2020 bereits erreicht. Auch nimmt die Nutzung von klimaschädlichen Brennstoffen ab. Doch Luxemburg folgt diesem Trend bisher kaum.

(dpa/las) - Trotz Wirtschaftswachstums verbrauchen Bürger und Unternehmen in der Europäischen Union inzwischen weniger Energie als vor 25 Jahren. Im Jahr 2015 lag die Menge um 2,5 Prozent unter dem Wert von 1990, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte. Damit ist das Einsparziel bereits erreicht, das sich die EU für 2020 setzte.

In Luxemburg liegt der Energiebedarf dagegen um ein Fünftel über dem Wert von 1990. Seit dem Höchststand beim Verbrauch 2005 sank die genutzte Energie jedoch bis 2015 um 12,5 Prozent.

Fossile Energie bleibt dominant

Die Energie in der EU wird den Angaben zufolge immer noch zu fast zwei Dritteln aus fossilen Brennstoffen wie Kohle, Gas oder Öl gewonnen, die das Klima belasten. Der Anteil sank aber von 83 Prozent 1990 auf 73 Prozent 2015.

Die in Luxemburg verbrauchte Energie stammte 2015 dagegen zu 84 Prozent aus fossilen Brennstoffen - demnach deutlich über dem EU-Durchschnitt. Doch die Entwicklung ist klar, denn 2005 lag der Anteil noch bei 93 Prozent.

Import-Abhängigkeit steigt

Von diesen fossilen Brennstoffen wiederum wird deutlich mehr importiert als vor 25 Jahren: Die Einfuhrquote stieg von 53 auf 73 Prozent, wie Eurostat weiter berichtete. Für den Klimaschutz bemühen sich die EU-Länder seit Jahren um mehr Energieeffizienz und eine Senkung des Verbrauchs. Zudem setzen viele Länder statt Kohle inzwischen eher das etwas klimafreundlichere Erdgas ein, das aber zum überwiegenden Teil importiert werden muss - unter anderem aus Russland.

In absoluten Zahlen lag der sogenannte Bruttoinlands-Energieverbrauch - die Energiemenge, die zur Deckung des gesamten EU-Inlandsverbrauchs nötig ist - 2015 bei 1.626 Millionen Tonnen Rohöleinheiten. Der höchste Verbrauch wurde 2006 mit 1.840 Millionen Tonnen registriert, 11,6 Prozent mehr als 2015.


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