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Abgas-Skandal: VW einigt sich in Kanada auf Millionenvergleich
Es geht um rund 20.000 Autos, die in Kanada zugelassen sind.

Abgas-Skandal: VW einigt sich in Kanada auf Millionenvergleich

Foto: AFP
Es geht um rund 20.000 Autos, die in Kanada zugelassen sind.
Wirtschaft 12.01.2018

Abgas-Skandal: VW einigt sich in Kanada auf Millionenvergleich

Tom RUEDELL
Tom RUEDELL
Der Konzern verpflichtet sich zu Entschädigungszahlungen, Reparaturen und Rücknahmeangeboten für Besitzer und Leasing-Nehmer von rund 20.000 Dieselwagen mit Drei-Liter-Motoren. Der Vergleich hat einen Wert von knapp 200 Millionen Euro.

(dpa) - Volkswagen akzeptiert im Abgas-Skandal weitere Entschädigungen an Kunden in Kanada. Der Vergleich habe einen Wert von bis zu 290,5 Millionen kanadischen Dollar (191 Mio Euro), teilten der Autokonzern und Klägeranwälte am Freitag mit. Es handelt sich um eine vorläufige Grundsatzeinigung, die von den zuständigen Gerichten genehmigt werden muss. Zusätzlich soll VW eine Zivilstrafe in Höhe von 2,5 Millionen kanadischen Dollar (1,6 Mio Euro) zahlen.

Der Konzern verpflichtet sich zu Entschädigungszahlungen, Reparaturen sowie teilweise auch Rückkauf- und Rücknahmeangebote für Besitzer und Leasing-Nehmer von rund 20.000 Dieselwagen mit 3,0-Liter-Motoren. Die Fahrzeuge wurden mit illegaler Abgastechnik ausgerüstet. Betroffen sind VW Touareg, Porsche Cayenne und Audi Q7 der Modelljahre 2009 bis 2016. Bei einer ganzen Reihe neuerer Audi-Fahrzeuge soll ein Rückruf zur Umrüstung in einen legalen Zustand ausreichen.

Bei rund 105.000 kleineren Dieselwagen hatte der Konzern in Kanada bereits vor etwa einem Jahr einen ähnlichen Vergleich über 2,1 Milliarden kanadische Dollar (1,4 Mrd Euro) erzielt. VW hatte im September 2015 auf Druck der US-Umweltbehörden eingeräumt, in großem Stil bei Abgastests betrogen zu haben. Weltweit betrifft die Affäre rund elf Millionen Dieselautos. Der Konzern hat bereits mehr als 25 Milliarden Euro an Kosten für Vergleiche in Nordamerika verbucht.


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