Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Ab 1. Januar 2018: Saarbrücken-Berlin mit Luxair fliegen
Luxair wird am 1. Januar 2018 drei Mal täglich die Verbindung Saarbrücken-Berlin übernehmen.

Ab 1. Januar 2018: Saarbrücken-Berlin mit Luxair fliegen

Foto: Pierre Matgé
Luxair wird am 1. Januar 2018 drei Mal täglich die Verbindung Saarbrücken-Berlin übernehmen.
Wirtschaft 2 Min. 23.10.2017

Ab 1. Januar 2018: Saarbrücken-Berlin mit Luxair fliegen

Mara BILO
Mara BILO
Luxair übernimmt Anfang 2018 die Flugverbindung Saarbrücken-Berlin. An der Linie Luxemburg-Berlin wird das aber nichts ändern, so LuxairGroup-Präsident Adrien Ney.

„Wir machen uns selbst keine Konkurrenz“, sagte Ney bei der Vorstellung der neuen Luxair-Verbindung im Flughafen von Saarbrücken, „wir sind doch keine Kannibalen.“ Laut Ney gibt es zwei sehr unterschiedliche Märkte in Luxemburg und in Saarbrücken: „Der saarländische Markt ist zwei Mal größer als der luxemburgische.“

Der Flughafen Saarbrücken und Luxair Luxembourg Airlines haben einen Fünfjahresvertrag über die Strecke Berlin-Tegel und Saarbrücken abgeschlossen. Es ist keine Überraschung: Seit vielen Jahren bedient Luxair bereits die Verbindung von Saarbrücken nach Hamburg, und Saarbrücken war noch vor einiger Zeit der Zwischenstopp für die Flüge von Luxemburg nach Berlin. „Wir haben diese Strecke jahrelang mit einem Stop hier bedient“, sagte Ney. „Wir mussten dies leider auf Wunsch der Luxemburger Kunden aufgeben. Sie waren darüber sehr unzufrieden, besonders weil wertvolle Zeit verloren ging.“

Ney ist zuversichtlich hinsichtlich des Erfolgs der neuen Strecke: „Wir glauben, dass wir diese Verbindung noch einmal anbieten können.“ Ney betonte, dass erhebliche Verspätungen und Flugausfälle, die in den letzten Monaten in Zusammenhang mit Air Berlin aufgetreten sind, ein Ende haben werden.

Landen kann morgens wegen Nebel problematisch sein

Mit Verbindungen an den Werktagen – jeweils morgens, mittags und abends – sowie ein Morgenflug samstags und einem Mittag- und Abendflug sonntags werden insgesamt 18 wöchentliche Flüge angeboten. „Die Rotation könnte aber zukünftig steigen“, sagte Ney. Die Maschine selbst wird von der slowenischen Fluggesellschaft Adria Airways geleast. „Wir haben im Moment kein eigenes Flugzeug zur Verfügung. Wir hatten das Glück, auf Adria Airways zurückgreifen zu können“, sagt Ney. Andernfalls wäre die Vereinbarung wahrscheinlich nicht so schnell zustande gekommen. „Die Bestellung eines Flugzeuges dauert zwischen zwölf und 18 Monaten.“ In dieser Zeitspanne wird normalerweise das Flugzeug geliefert und das Personal ausgebildet.

Es ist vorgesehen, dass der 70-sitzige Jet vom Typ CRJ700 am Flughafen Saarbrücken stationieren wird. „Damit wollen wir gewährleisten, dass der Flieger auch abhebt“, erklärte Ney. „Das Landen kann morgens wegen dem Nebel problematisch sein. Da die Maschine in Saarbrücken über Nacht bleibt, vermeiden wir dieses Problem.“

„Wir haben Air Berlin nicht in die Insolvenz gebracht“

Der Staatssekretär im saarländischen Wirtschaftsministerium, Jürgen Barke, zeigte sich bei der Vorstellung der Verbindung erleichtert, dass ein neuer Partner für die Verbindung Saarbrücken-Berlin gefunden werden konnte. „Ich darf mich ganz herzlich bei Luxair für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit bedanken“, wandte sich Barke an Ney. „Da jetzt klar ist, dass Air Berlin diese Strecke am 28. Oktober einstellt, bin ich sehr froh darüber, dass wir schon einen Partner haben, der diese Strecke zukünftig stabil bedienen wird“, sagte Barke weiter.

Nachdem Air Berlin die Einstellung der Strecke Saarbrücken-Berlin ankündigte, wurde „viel darüber spekuliert, wie es mit dieser Verbindung in der Zukunft weitergehen wird“, so Barke. „Wir haben Air Berlin nicht in die Insolvenz gebracht – ganz im Gegenteil“, betonte Barke, „diese Strecke hat sich während vielen Jahren als sehr stabil erwiesen.“

Trotz der raschen Vereinbarung zwischen dem Saarbrücker Flughafen und Luxair entsteht eine zweimonatige Karenzzeit – vom 29. Oktober bis zum 31. Dezember. „Wir bedauern natürlich, dass die Linie während zwei Monaten nicht bedient werden kann“, sagte Ney. Als Alternative bietet sich die Verbindung zwischen Luxemburg und der deutschen Hauptstadt.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema