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5G: „Alle Optionen sind offen“
Wirtschaft 2 Min. 22.11.2019

5G: „Alle Optionen sind offen“

Wie bei den vorherigen Mobilfunknetzen müssen für das 5G-Netz neue Antennen installiert werden.

5G: „Alle Optionen sind offen“

Wie bei den vorherigen Mobilfunknetzen müssen für das 5G-Netz neue Antennen installiert werden.
Foto: Getty Images
Wirtschaft 2 Min. 22.11.2019

5G: „Alle Optionen sind offen“

Mara BILO
Mara BILO
Ob Auktion oder Schönheitswettbewerb – Unsicherheit über die Vergabe der 5G-Frequenzbänder besteht.

Das Verfahren rund um die für den Aufbau des Mobilfunknetzes der fünften Generation 5G benötigten Frequenzbänder läuft in Luxemburg weiter – dennoch steht derzeit noch nicht fest, wie es mit der Vergabe dieser Frequenzbänder weitergehen soll, wie das „Luxemburger Wort“ am Rande der Fachmesse „Smart City Expo World Congress“ in Barcelona erfahren konnte.


Luxemburg, auf dem Weg zur „Stadt der Zukunft“
Charme-Offensive in Barcelona: Beim „Smart City Expo World Congress“ zeigt sich Luxemburg von der schönsten Seite.

Das Problem: Nach den öffentlichen Konsultationen, die das „Institut luxembourgeois de régulation“ (ILR) organisiert hat, haben sich weit mehr interessierte Parteien gemeldet, als der Markt hergibt.

Zur Erinnerung: Das superschnelle Mobilfunknetz der fünften Generation 5G erlaubt eine viel höhere Datenübertragungsrate als das derzeit eingesetzte 4G-Netz. Das ist insbesondere für den Industriesektor ausschlaggebend; Anwendungen der 5G reichen von selbstfahrenden Autos bis hin zur medizinischen Fernbehandlung. Auf europäischer Ebene hat die EU-Kommission alle Mitgliedstaaten dazu aufgefordert, bis 2020 erste städtische Gebiete mit dem 5G-Netz auszustatten.

Wie die Vergabe der für den Aufbau des 5G-Netzes benötigten Frequenzbänder organisiert wird, ist jedem EU-Mitgliedstaat allerdings überlassen. Im Nachbarland Deutschland wurde bereits eine Auktion organisiert, in Frankreich soll sie erst im März 2020 stattfinden.


A journalist takes pictures of a projection screen prior to the start of Germany's auction for the construction of an ultra-fast 5G mobile network on March 19, 2019 at the German Federal Network Agency (BNA, Bundesnetzagentur) in Mainz, western Germany. - Germany launched the action as a transatlantic dispute rages over security concerns surrounding giant Chinese telecoms equipment maker Huawei. '5G' -- 'fifth generation' -- is the latest, high-speed generation of cellular mobile communications and Berlin will require winning bidders to offer 5G service to at least 98 percent of German households and along motorways and rail lines. (Photo by Arne Dedert / dpa / AFP) / Germany OUT
Großes Interesse an 5G-Frequenzbändern
Insgesamt haben neun potenzielle Betreiber ihr Interesse an den 5G-Frequenzbändern geäußert.

In Luxemburg ist normalerweise das Verfahren ein anderes. Das ILR organisiert zunächst eine öffentliche Konsultation, an der die verschiedenen Betreiber und interessierten Partien teilnehmen können. Das Ziel: Feedback über die vom nationalen Regulierungsinstitut festgelegten Kriterien zum Aufbau und Betrieb des Mobilfunknetzes zu sammeln. Danach geht es in die nächste Runde des Auswahlverfahrens, den sogenannten „Beauty-Contest“. Bei diesem Schönheitswettbewerb müssen alle interessierten Parteien ihre Bewerbung dem ILR vorlegen.

Großes Interesse

„Das war zumindest das Verfahren für die Vergabe der Frequenzbänder der vorigen Mobilfunknetzgenerationen“, kommentiert Eric Krier von der Medien- und Kommunikationsabteilung der Regierung. „Bei diesen Verfahren haben sich aber viel weniger Parteien gemeldet“ – und damit konnte in der Vergangenheit meist allen Interessenten die gewünschten Frequenzblöcke vergeben werden.


Zum Themendienst-Bericht von Dirk Averesch vom 27. Februar 2018: 5G ist das nächste große Ding in Sachen Mobilfunk. Erste funktionierende Netze werden für 2020 erwartet. Bis dahin zeigt die Branche auf dem Mobile World Congress (bis 1. März) schon einmal, was damit alles möglich sein könnte.
(Bild vom 26.02.2018/Nur zur redaktionellen Verwendung durch Themendienst-Bezieher.) Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn - Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
5G: Die Konsultationen über Aufbau und Betrieb des Netzes laufen
Die ganze Welt wartet auf das superschnelle Mobilfunknetz der fünften Generation 5G – Luxemburg startet jetzt durch.

Anders für das 5G-Netz: Im Anschluss an die im Mai angefangenen öffentlichen Konsultationen hatte das nationale Regulierungsinstitut im Juli bekannt gegeben, dass sich für das 700-Megahertz-Band sechs, für das 3.4 bis 3.8-Gigahertz-Band ganze neun potenzielle Betreiber gemeldet hatten – CMD.solutions, Dense Air, Eltrona, Luxembourg Online, MTX Connect, Orange, Post, Proximus und SES. „Dass diese Firmen an der öffentlichen Konsultation teilgenommen haben, heißt aber noch nicht, dass sie sich auch tatsächlich für den Aufbau und Betrieb des 5G-Netzes entscheiden werden“, warnt Krier.

Dennoch muss demnächst entschieden werden, wie das Verfahren rund um die Frequenzbänder weitergeht – schließlich muss auch Luxemburg den Plänen der EU-Kommission zufolge bis 2020 erste städtische Gebiete mit dem 5G-Netz ausgestattet haben. „Eine Auktion wie in anderen EU-Mitgliedstaaten ist nicht auszuschließen“, sagt Eric Krier, „alle Optionen sind noch offen.“ Wann genau die Entscheidung darüber fallen wird, steht noch nicht fest.


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