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2019 war ein Rekordjahr für die CFL
Wirtschaft 15.06.2020 Aus unserem online-Archiv

2019 war ein Rekordjahr für die CFL

2019 war ein Rekordjahr für die CFL

Foto: Armand Wagner / LW-Atchiv
Wirtschaft 15.06.2020 Aus unserem online-Archiv

2019 war ein Rekordjahr für die CFL

Mehr Passagiere, mehr Umsatz, mehr Mitarbeiter: Die nationale Bahngesellschaft feierte vergangenes Jahr einen Rekord nach dem anderen.

Die CFL-Gruppe blickt auf ein Jahr der Superlativen zurück: Noch nie beförderte die nationale Bahngesellschaft laut ihrem am Montag veröffentlichten Jahresbericht so viele Passagiere, noch nie machte sie so viel Umsatz und noch nie beschäftigte sie so viele Mitarbeiter. Nur in Sachen Pünktlichkeit besteht nach wie vor reichlich Spielraum für Verbesserungen.

Die CFL-Gruppe schloss 2019 mit einem Nettoumsatz von 910,5 Millionen Euro ab - zwei Prozent mehr als 2018. Zugleich stieg der Gewinn gegenüber dem Vorjahr um 7,8 Millionen auf 17,8 Millionen Euro an. Auch CFL Cargo konnte mit einem Gewinn von 6,4 Millionen Euro eine positive Entwicklung beibehalten.


Brücken in Luxemburg Stadt - Viadukt Polfermillen -  Foto: Pierre Matgé/Luxemburger Wort
Neues Viadukt: Mehrgleisig zum Ziel
Mit dem zweiten Viadukt Pulvermühle und dem Ausbau der Strecke Luxemburg - Sandweiler-Contern hat die CFL zwei Engpässe beseitigt.

Gleichzeitig stieg die Zahl der Passagiere und die Menge an Fracht stark an: Mit insgesamt 25 Millionen Passagieren beförderte die CFL 7,3 Prozent mehr Menschen als im Vorjahr und das Frachtgeschäft bleibt stabil und hat das Dreifache des Volumens von 2010 erreicht.

Die CFL-Gruppe ist mittlerweile mit insgesamt 4.796 Mitarbeitern der zweite Arbeitgeber des Landes und schafft weiter zusätzliche Jobs: Im vergangenen Jahr wurden 455 Personen eingestellt.

Auch in Sachen Infrastrukturen kommt die CFL gut voran: 2019 konnten mit dem Viaduc Pulvermühle, dem zweigleisigen Ausbau der Strecke Sandweiler-Contern und dem Ausbau des Hauptbahnhofs mit einem zusätzlichen Gleis drei wichtige Projekte abgeschlossen werden, auf deren Fertigstellung seit Jahren mit Ungeduld gewartet wurde. Die Erweiterungen, in die der Staat 2019 fast 246 Millionen Euro investierte, sollen einen verbesserten Bahnbetrieb ermöglichen.


Die Nordstrecke - eingleisig - in Höhe von Wilwerwiltz. Tunnel = Tunnel in Lellingen (Wilwerwiltz) / Foto: Armand WAGNER
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Lediglich im Bereich der Pünktlichkeit gibt es auch in den Augen der CFL Luft nach Oben: Zwar habe man die Zahl der pünktlichen Züge im vergangenen Jahr weiter von 89 auf 90 Prozent steigern können, doch wirklich zufriedenstellend sei dieses Resultat nicht.

Man wolle auch angesichts der Covid-19-Krise und ihrer "nie dagewesenen" Herausforderungen den Passagierservice in dieser Hinsicht verbessern, auch wenn viele der Pünktlichkeitsprobleme auf "externe Ursachen" und insbesondere auf große Baustellen zurückzuführen seien, auf die der Konzern nicht immer einen direkten Einfluss habe.

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