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1MDB-Skandal: Geldwäschevorwürfe gegen Schweizer Bank Falcon
Wirtschaft 12.10.2016

1MDB-Skandal: Geldwäschevorwürfe gegen Schweizer Bank Falcon

Singapur schloss die Niederlassung der Falcon Bank. In der Schweiz läuft ein Strafverfahren.

1MDB-Skandal: Geldwäschevorwürfe gegen Schweizer Bank Falcon

Singapur schloss die Niederlassung der Falcon Bank. In der Schweiz läuft ein Strafverfahren.
Foto: AFP
Wirtschaft 12.10.2016

1MDB-Skandal: Geldwäschevorwürfe gegen Schweizer Bank Falcon

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Die Affäre um den malaysischen Staatsfonds zieht weitere Kreise. Nach Ermittlungen in Luxemburg und der Schweiz geriet nun eine weitere Bank ins Visier. Auch in Singapur reagierten die Behörden am Dienstag.

(las/dpa) - Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat ein Strafverfahren wegen Geldwäsche gegen die Falcon Private Bank eröffnet. Die Entscheidung stehe im Zusammenhang mit dem Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB, teilten die Schweizer Strafverfolger mit. In Luxemburg kam in der gleichen Affäre eine großangelegte Hausdurchsuchung bei der Bank Rothschild in Limpertsberg.

Der Vorwurf lautet auf "Mängel in der internen Organisation der Bank, aufgrund derer die Bank mögliche Straftaten nicht verhindern konnte". Konkret geht es um Geldwäsche und Korruption. Hintergrund ist ein milliardenschwerer Korruptionsskandal in den höchsten Regierungskreisen Malaysias.

Die Schweizer Finanzaufsicht verhängte eine Strafe gegen die Falcon Bank. Unrechtmäßig erzielte Gewinne in Höhe von 2,5 Millionen Franken (rund 2,3 Mio Euro) würden eingezogen, und die Bank dürfe drei Jahre lang keine neuen Geschäftsbeziehungen mit "politisch exponierten Personen aus dem Ausland" eingehen, teilte die Finanzmarktaufsicht mit.

Singapur schließt Falcon-Niederlassung

Die Falcon Bank muss als zweites Schweizer Geldinstitut wegen mutmaßlicher Beteiligung an Geldwäsche Singapur verlassen. Bei Untersuchungen rund um den malaysischen Staatsfonds 1MDB seien "ernsthafte Versäumnisse bei Anti-Geldwäsche-Kontrollen sowie Fehlverhalten der Geschäftsleitung sowohl am Hauptsitz in der Schweiz als auch in der Singapurer Niederlassung" festgestellt worden, teilte die Aufsichtsbehörde des Stadtstaates am Dienstag mit.

Ein Manager sei festgenommen worden und der seit 2008 bestehende Status als Geschäftsbank werde entzogen, hieß es bei der Monetary Authority of Singapore (MAS) weiter. Zudem müssen die UBS und die DBS Bank aus Singapur den Angaben zufolge Geldstrafen zahlen. Im Mai hatte Singapur bereits die Schweizer BSI-Bank im Zusammenhang mit der Untersuchung rund um den Staatsfond 1MDB geschlossen.


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