Wählen Sie Ihre Nachrichten​

13000 Porsche-SUV betroffen
Wirtschaft 24.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Abgasskandal

13000 Porsche-SUV betroffen

Auch die VW-Tochter Porsche kommt nicht unbehelligt aus der Abgasnummer heraus.
Abgasskandal

13000 Porsche-SUV betroffen

Auch die VW-Tochter Porsche kommt nicht unbehelligt aus der Abgasnummer heraus.
Foto: REUTERS
Wirtschaft 24.11.2015 Aus unserem online-Archiv
Abgasskandal

13000 Porsche-SUV betroffen

Der Diesel-Skandal um gefälschte Abgaswerte bringt auch den Sport- und Geländewagenbauer Porsche zunehmend in Bedrängnis. Cayenne-Modelle ab 2013 sollen mit der Schummelsoftware ausgestattet sein.

(dpa) - Der Diesel-Skandal um gefälschte Abgaswerte bringt auch den Sport- und Geländewagenbauer Porsche zunehmend in Bedrängnis. Von den entsprechenden US-Ermittlungen seien nun etwa 13 000 Cayenne-Modelle betroffen, bisher sei man von 3000 ausgegangen, sagte ein Firmensprecher am Dienstag in Stuttgart. Die VW-Tochter Porsche bezieht ihre Diesel-Motoren von Audi. Auch dort hatte man am Montagabend den Einsatz von unerlaubter Software eingestanden.

Audi zufolge geht es bei Porsche um die Cayenne-Dieselmodelle ab 2013, bisher war nur das Modelljahr 2015 im Fokus. Dadurch erhöht sich die Zahl der bemängelten Fahrzeuge beträchtlich.

Verkaufsstopp in den USA

Für Porsche ist das Geschäft mit Dieselwagen eher ein Nebenzweig - die meisten Kunden setzen auf Benzinmotoren. Immerhin etwa ein Viertel des US-Geschäfts mit dem Geländewagen Cayenne entfällt aber auf den Dieselbereich. Für diese Fahrzeuge hatte der Stuttgarter Autobauer Anfang November einen Verkaufsstopp angeordnet.

Zur Frage, wie den betroffenen Kunden geholfen werden soll, wollte der Sprecher nichts sagen. Die internen Beratungen hierzu liefen noch. Man sei zudem weiterhin in Gesprächen mit US-Behörden, mit denen man voll kooperiere.

Lesen Sie auch:


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Erneute Razzien in der Diesel-Affäre: Nun durchsuchen die Ermittler auch Porsche. Unterlagen werden beschlagnahmt. Unter den Verdächtigten ist auch ein ranghoher Manager.
Das Unternehmen erklärte, die Ermittler hätten Unterlagen gesichtet und gesichert.
Volkswagen hat im Streit mit den US-Behörden über seine Diesel-Fahrzeuge eine erste Einigung erzielt. Diesel-Fahrzeuge aus dem Baujahr 2015 mit 2,0-Liter-Motoren könnten nun so umgerüstet werden, dass sie den US-Vorgaben entsprechen.
Die Affäre um manipulierte Abgaswerte wird auch für die VW-Tochter Audi immer unangenehmer. Offenbar gab es intern schon frühzeitig Hinweise auf Abgas-Tricksereien. Eine brisante E-Mail war im Management verschickt worden.
Der Dieselskandal kratzt auch am Audi-Markenimage.
Dieselaffäre weitet sich aus
Vom Abgasskandal bei Volkswagen sind laut der US-Behörde EPA nun auch Drei-Liter-Motoren betroffen, die unter anderem im VW Touareg, im Porsche Cayenne und verschiedenen Audi-Modellen verbaut wurden.
Die US-Umwelbehörde EPA erhebt neue Vorwürfe gegenüber Volkswagen.
Volkswagen gerät in der Affäre um manipulierte Abgaswerte weiter unter Druck. In den USA laufen Ermittlungen über eine zweite verdächtige Software zur Emissionskontrolle. Zudem stellt die kalifornische Umweltbehörde dem Konzern ein Ultimatum.
Volkswagens US-Chef Michael Horn hatte alle Mühe, den Politikern den Abgas-Skandal zu erklären.
Im Abgas-Skandal bei Volkswagen bittet der Chef öffentlich um Entschuldigung: Martin Winterkorn will trotz aller Kritik an seinem Job festhalten. Weltweit sind elf Millionen Wagen betroffen
Porsche-Chef Matthias Müller (r.) wird als Nachfolger von VW-Vorstandschef Martin Winterkorn gehandelt.