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130 Prozent mehr Klopapier: Luxemburgs veränderte Konsumgewohnheiten
Wirtschaft 3 27.11.2020

130 Prozent mehr Klopapier: Luxemburgs veränderte Konsumgewohnheiten

Nudeln waren zu Beginn des Lockdowns im März sehr gefragt.

130 Prozent mehr Klopapier: Luxemburgs veränderte Konsumgewohnheiten

Nudeln waren zu Beginn des Lockdowns im März sehr gefragt.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 3 27.11.2020

130 Prozent mehr Klopapier: Luxemburgs veränderte Konsumgewohnheiten

Teddy JAANS
Teddy JAANS
Satte 130 Prozent mehr Klopapier wurden zu Beginn der Pandemie gekauft. Doch auch die Lebensmittelkäufe durchliefen eine Veränderung.

Die Erinnerung sitzt noch in den Knochen: Zu Beginn der Corona-Krise waren einzelne Regale in den Supermärkten mit einem Schlag leergefegt. Besonders gefragt war Toilettenpapier, so als gäbe es davon auf absehbare Zeit keins mehr. Das bestätigt am Freitag auch das statistische Amt STATEC.

Um 130 Prozent schnellte der Absatz der Rollen im Vergleich zum März 2019 nach oben. Auch im April blieben die Toilettenpapierverkäufe höher als im Vorjahr. Erst im Mai flaute der Trend mit einem Verkaufsrückgang um sieben Prozent langsam ab.  


Die Immobilienpreise steigen noch rasanter als je zuvor. Die jährliche Preissteigerung liegt inzwischen bei über zwölf Prozent.
Neue Zahlen: Preisexplosion auf dem Wohnungsmarkt
Es ist fast nicht zu glauben, doch die Preise am Wohnungsmarkt steigen rasanter als je zuvor, um 13 bis 14 Prozent jedes Jahr. Die Covid-Krise hat den Markt bisher nicht gebremst.

Insgesamt stellte die Behörde im März einen um 35 Prozent höheren Verkauf an Lebensmitteln fest. Allerdings gingen die Verkäufe in den Folgemonaten dann wieder zurück.   

Verdoppelte sich beispielsweise im März der Absatz von Reis und Nudeln, so knickte der Verkauf dieser Lebensmittel im April, Mai und Juni um zwischen 23 und 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ein. Auch bei Konserven explodierte der Absatz im März um 28 Prozent, allerdings stabilisierte er sich danach auf einem „normalen“ Niveau.

Veränderte Nachfrage

Öl, Mehl, Salz, Gewürze und Küchenkräuter sind seit Beginn der Pandemie gefragter denn je, was laut Statec darauf zurückzuführen ist, dass verstärkt zuhause gekocht wurde.   

Der Absatz von Tiefkühlpizzen stieg im März um 27 Prozent.
Der Absatz von Tiefkühlpizzen stieg im März um 27 Prozent.
Foto: DPA

Allgemein wurden deutlich weniger Fertiggerichte abgesetzt als 2019. Lediglich bei Tiefkühlpizzen und Tiefkühlgerichten konnte man im März einen Sprung (plus 27%) nach oben beobachten. In den Folgemonaten stabilisierte er sich leicht unter dem Vorjahresniveau.

Der Verkauf von alkoholischen Getränken nahm im Vergleich zu 2019 in den Monaten April und Mai um rund 30 Prozent ab, bevor er im Juni wieder anzog und rund 20 Prozent über dem Vorjahresniveau lag.

Brot wurde weniger im Supermarkt, sondern eher beim Bäcker um die Ecke gekauft, so der Statec.

Generell sind die Preise während der Krise stabil gewesen, so der Statec weiter, lediglich Frischprodukte wie Gemüse (plus 14%) und Obst (plus 9%) haben sich seit April verteuert. Die Preise von Fisch und Meeresfrüchte waren zu Beginn des Lockdowns dagegen um fünf Prozentpunkte in den Keller gegangen.

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