Düdelingen trat zum zweiten Tischtennis-Meisterschaftsfinale in Ettelbrück ohne seinen laut Vereinsverantwortlichen „erkrankten“ Spitzenspieler Xiaoyong Zhun an. Damit waren die Ettelbrücker Chancen gut, gleich im zweiten von drei möglichen Endspielen alles klarzumachen. Ettelbrück nutzte diese Chance nach dem 7:5-Auswärtssieg zum Auftakt.
Ettelbrück setzte gleich die Maß- stäbe und ging durch Yang Min (Christian Kill) und Tommy Danielsson (Jörg Bitzigeio) 2:0 in Führung. Kill konnte Min zwei Sätze arg zusetzen und vergab gar die Möglichkeit zur 1:0-Satzführung. Enger war die Partie von Danielsson, der nach verlorenem ersten Satz das Heft in die Hand nahm.
Das junge Ettelbrücker Gespann im hinteren Paarkreuz, Laurent Kintzelé und Sven Hansen, setzte nach und erhöhte auf 4:0. Jachec konnte die in ihn gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen und enttäuschte über weite Strecken. Mit der Brechstange geht es eben nicht und die spielerischen Mittel von Kintzelé waren besser. Bianca Bauer, die für Zhu in die Mannschaft kam, vergab ihre Chance im zweiten Satz, als sie 8:4 führte, dann ohne jeglichen Punkt blieb. Hansen wurde für eine konzentrierte kämpferische Leistung belohnt. Damit war das Eis gebrochen. „Ich hätte der Mannschaft lieber von der Bank aus als Coach geholfen“, war der Kommentar von Bauer nach der deutlichen Niederlage.
Bitzigeio konnte sich gegen Min zwar im Laufe des Matches steigern, doch für Gefahr sorgte er nicht. Auch Danielsson ließ Kill wenig zur Spielentfaltung kommen, sodass nach der 6:0-Führung die Entscheidung nahte. Hansen besorgte mit einem klaren 3:0 über Jachec den 7:0-Endstand.
Die Enttäuschung war den Düdelingern ins Gesicht geschrieben. „Gleich 0:4 in Rückstand zu geraten, war des Guten zu viel. Ohne Zhu war nichts auszurichten“, so Kill.
„Das Finale am vergangenen Sonntag ging über dreieinhalb Stunden, diesmal war es in zwei Stunden weniger getan, das sagt genug über die Qualität dieser einseitigen Partie, in der wir lediglich zwei Sätze abgaben. Das Team hat erneut funktioniert und alle haben gut gespielt, nur schade, dass Düdelingen nicht in Bestbesetzung antrat“, gab sich Hansen etwas enttäuscht über die Aufstellung des Gegners.
Für Ettelbrück war es der vierte Titelgewinn in Folge, das Doublé gelang zum zweiten Mal. Verbandspräsident André Hartmann überreichte dem siegreichen Team den Meisterpokal, der nach Emile Krieps benannt wurde, der von 1974 bis 1982 an der Spitze der FLTT stand.