(jot) - Er war der Held von Madrid: Miralem Pjanic schoss in der 75. Spielminute die Königlichen aus dem Wettbewerb. Nach der Begegnung äußerte sich der 19-Jährige auf der Internetseite von Olympique Lyon zum Spielverlauf: „Es war sehr schwierig in der ersten Halbzeit. Wir trafen auf einen starken Gegner, der von frenetischen Zuschauern angetrieben wurde. Wir haben uns davon aber nicht beeindrucken lassen. Das Weiterkommen ist verdient. Nun wollen wir auch das Viertelfinale überstehen.“
In einem Interview auf der Internetseite football365.fr ging Pjanic auch auf seine persönliche Leistung ein: „Ich habe vieles versucht und hätte manchmal bessere Entscheidungen treffen können. Letztlich habe ich aber einen Treffer erzielt, als es darauf ankam. Ich habe zurzeit sehr viel Selbstvertrauen. Ich gebe Vorlagen und erziele Tore. Ich stelle mich aber gleichzeitig in den Dienst der Mannschaft.“
Sein Trainer Claude Puel habe ihm vor der Begegnung die Anweisung mit auf den Weg gegeben, den Ball so gut wie möglich zu halten und Stürmer Lisandro Lopez in Szene zu setzen. Er kritisierte auch, dass Real Madrid seiner Mannschaft keinen Respekt entgegengebracht habe.
„Pjanic trifft Real mitten ins Herz“, titelte die Fußballzeitschrift Kicker nach der Galavorstellung von Real Madrid. Die spanischen Zeitungen sparten nicht mit Häme nach dem Ausscheiden von Real Madrid: „Auf Wiedersehen Meister, auf Wiedersehen Pellegrini“, so die Schlagzeile auf der ersten Seite der Marca. Die Zeitung El País spricht von einem „Desaster im Bernabeu“. Die französische Sportzeitung „L'Equipe“ kann sich einen Seitenhieb nicht verkneifen: „Galaktisch, diese Mannschaft von Lyon“.