(jot) - Sensation im Santiago Bernabéu: Miralem Pjanic, der herausragende Spieler Luxemburgs bei der U17-Europameisterschaft im Jahr 2006, hat das Starensemble von Real Madrid im Achtelfinale aus der Champions League geschossen. Der offensive Mittelfeldspieler erzielte in der 75. Minute den Ausgleichstreffer für seine Mannschaft aus Lyon.
Nach einer Vorlage von Lisandro Lopez lieβ der 19-Jährige dem spanischen Nationaltorwart Iker Casillas mit einem Schuss aus rund acht Metern keine Chance. Real Madrid war in der 6. Minute durch einen Treffer von Cristiano Ronaldo, Weltfußballer im Jahr 2008, in Führung gegangen.
In der zweiten Hälfte verloren die Königlichen dann aber den Faden und mussten sich im heimischen Stadion Santiago Bernabéu letztlich mit einem 1:1-Unentschieden begnügen. Nach dem 1:0-Hinspielerfolg von Lyon bedeutete dieses Resultat das Aus für den spanischen Rekordmeister, der vor dieser Saison 247 (!) Millionen Euro für Neuzugänge ausgegeben hatte.
Miralem Pjanic, Jahrgang 1990, wurde in der Stadt Zvornik im ehemaligen Jugoslawien geboren. Ein Jahr nach seiner Geburt begann der Bürgerkrieg. Die Familie von Pjanic flüchtete nach Luxemburg. Im Großherzogtum erlernte Pjanic das Fußballspielen beim FC Schifflingen, ehe er im Alter von 14 Jahren auf die Fußballschule des FC Metz wechselte.
Nachdem er im November 2007 seinen ersten Profivertrag bei den Grenats unterschrieben hatte, folgte ein halbes Jahr später der Wechsel zu Olympique Lyon. Pjanic entschied sich trotz vieler Einsätze für die Jugendnationalmannschaften Luxemburgs für die Nationalmannschaft von Bosnien-Herzegowina aufzulaufen.