(jot) - In rund einem Monat soll der Masterplan für das nationale Fußballstadion in Liwingen der Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bereits jetzt stößt das Projekt aber auf Widerstand: Die rund 120 Mitglieder der „Biergerinitiativ fir eng sënnvoll Entwécklung am Réiserbann“ wollen laut eigenen Aussagen alles daran setzen, dass der Bau des Stadions samt Shoppingmeile verhindert wird.
„Wir werden alle gesetzlichen Möglichkeiten ausnutzen, die zur Verfügung stehen“, erklärte Sekretär Léon Weydert am Donnerstagabend nach der Generalversammlung der Bürgerinitiative gegenüber Radio 100,7. Der Sekretär wies darauf hin, dass der geplante Standort in einer Grünzone liege. Das Grundstück sei zudem nicht IVL-gerecht.
Weydert fügte weitere Kritikpunkte an. „Das Projekt ist überdimensioniert. Das 10.000 Zuschauer fassende Fußballstadion würde mit einer starken Lärmbelästigung sowie einem hohen Verkehrsaufkommen einhergehen“, unterstrich der Sekretär. Auch die Finanzierung des Projektes stößt Weydert übel auf: „Der Staat muss die Infrastrukturen rund um das Stadion bereitstellen. Es stimmt also nicht, dass der Steuerzahler nicht für das Projekt aufkommen muss.“
Der Sekretär der Bürgerinitiative unterstellt der Becca-Gruppe, die die Baukosten des Projektes übernimmt, nicht nur aus Liebe zum Fußball zu handeln: „Die Becca-Gruppe will ihre Grundstücke in Liwingen aufwerten.“