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Luxemburger Radprofis im Einsatz
01.03.2010 08:59 Uhr

„Defekt wird zum Verhängnis“

Omloop Het Nieuwsblad: Kirchen und Gastauer abgeschlagen / Boucles du Sud Ardèche: Didier 37.



Foto: Marc Joseph
Katusha-Profi Kim Kirchen: konzentriert und fokussiert vor dem Start des Omloop Het Nieuwsblad.

(jg) - Dem Spanier Juan Antonio Flecha (Rabobank) ist am Samstag beim Omloop Het Nieuwsblad (UCI-Kat. 1.HC) ein Befreiungsschlag gelungen. Seit Jahren zählt der 32-Jährige zu den stärksten Klassiker- Fahrern, einen Sieg konnte er aber nie einfahren. Am Samstag setzte er dieser Serie ein Ende. Bei der 65. Aufgabe des Omloop Het Nieuwsblad erklomm er die oberste Stufe des Podiums.

Als Solist erreichte er das Ziel in Gent nachdem er 20 km vor dem Ziel mit Philippe Gilbert (B/Omega Pharma-Lotto) seinen letzten Rivalen distanziert hatte. Hinter Flecha klassierten sich Heinrich Haussler (D/Cervélo) und Tyler Farrar (USA/Garmin-Transitions) im Sprint einer 18-köpfigen Verfolgergruppe mit einem Rückstand von 18" auf den Plätzen zwei und drei. Die Belgier enttäuschten unterdessen auf der ganzen Linie.

Und auch gestern beim Eintagesrennen Kuurne-Brüssel-Kuurne (1.1.) hatten die erfolgsverwöhnten Fahrer aus dem Nachbarland nichts mit dem Ausgang des Rennen zu tun. Nach 194 km setzte sich Bobbie Traksel (NL/Vacansoleil) im Sprint einer dreiköpfigen Ausreißergruppe durch. Bei Dauerregen und stürmischen Winden verwies er Rick Flens (NL/Rabobank) und Ian Stannard (GB/Team Sky) auf die nächsten Plätze.

Gastauer: „Froh, das Ziel erreicht zu haben“

Auch Kim Kirchen startete im Trikot des russischen ProTour-Teams Katusha bei den beiden Eintagesrennen auf flämischem Boden. Von Erfolg war seine Rückkehr auf das geliebte Terrain aber nicht gekrönt. Beim Omloop Het Nieuwsblad erreichte er das Ziel auf 13'10", bei Kuurne-Brüssel-Kuurne steckte er vorzeitig auf. Dennoch zeigte er sich am Samstag lange Zeit ganz vorne. Bis rund 60 km vor dem Ziel war er im Peloton an vorderster Stelle zu sehen.

Dann warf ihn ein Defekt zurück. „Ich bekam zwar das Vorderrad eines Teamkollegen, konnte mich auch noch einmal bis an die Hauptgruppe zurückkämpfen, doch die Lücken nach ganz vorne waren dann schon zu groß. Insgesamt war das Rennen ok. Mit etwas mehr Glück hätte ich das Ziel sicherlich in der ersten Gruppe erreichen können. Letztendlich wurde der Defekt mir zum Verhängnis“, so die Analyse von Kirchen. In der letzten Gruppe erreichte er das Ziel zusammen mit Ben Gastauer (Ag2r-La Mondiale). „Gestern dann stieg ich bei der Verpflegungsstation vom Fahrrad. Die Wetterbedingungen waren katastrophal. Da Ivanov (RUS) einen Reifenschaden erlitt, wartete ich auf ihn und bei viel Seitenwind brachte ich ihn erneut nach vorne. Ich schaffte den Anschluss aber in der Folge nicht mehr und es machte dann auch keinen Sinn mehr weiterzufahren.“ Am Samstag folgt für Kirchen nun das Eintagesrennen Montepaschi Strade Bianchi (I/1.1.).

Kurzfristig hatte Gastauer beim Omloop Het Nieuwsblad für einen kranken Teamgefährten einspringen müssen. Am Freitag hatte ihn der Anruf der Sportlichen Leitung ereilt, schnell machte er sich mit dem Zug auf den Weg nach Gent. Als 140. fuhr er letztendlich ins Ziel und war dabei 13'10" langsamer als Flecha. „Es war wirklich schwierig und ich musste kämpfen. Letztendlich bin ich froh, das Ziel erreicht zu haben“, so sein Kommentar. Am Mittwoch steht für den Schifflinger nun das Eintagesrennen Le Samyn (B/1.1.) auf dem Programm.

Didier: Knieschmerzen nach Sturz in Frankreich

Hier wird er u. a. auch auf Laurent Didier treffen. Der Saxo-Bank-Profi bestritt gestern die Boucles du Sud Ardèche (1.1.). Nach 202,6 km auf äußerst anspruchsvollem Terrain – insgesamt galt es 13 Anstiege zu bewältigen – erreichte Didier das Ziel in Ruoms als 37. auf 7'17". „Das Rennen war sehr kraftraubend. Von Beginn an war das Tempo extrem hoch. Auch ich sprang einmal (nach rund 50 km, die Red.) in eine zwölfköpfige Ausreißergruppe.

Wir wurden jedoch schnell wieder gestellt. Als sechs Fahrer sich dann nach vorne abgesetzt hatten, nahmen wir, Saxo Bank, die Verfolgung auf. Ab km 80 übernahmen wir die Kontrolle im Peloton und hielten das Tempo hoch“, verriet er am gestrigen Abend. Auf dem fünf Mal zu absolvierenden Rundkurs à 20 km fiel dann die Vorentscheidung im zweiten Umlauf: „Unser Team attackierte am Fuße der ersten von zwei Steigungen (km 145) und sprengte somit das Feld. 20 Fahrer waren oben noch beisammen, in der Abfahrt kamen aber einige noch heran. 7 km vor dem Ziel wurde ich abgehängt. Zuvor war ich aber bereits gestürzt. Ich habe mir das Knie geprellt und verspüre nun Schmerzen. Mal sehen, wie sich die Situation in den kommenden Stunden entwickelt.“

Ihre Meinung zum Thema

( 1 )
  • Tobias Schweizer meint:
    12.05.2010, 10:51 Uhr
    Ich will nicht über Defekte sprechen! Den das Glück ist mit uns -;) Der Euromillions-Jackpot wurde schon wieder nicht geknackt! Ich glaube am einfachsten holt man sich den mit einer Spielgemeinschaft. Auf www.eurolottery.lu wird dies speziell angeboten.Der Jackpot ist so voll, da gewinnst Du spielend genug. Wer macht noch mit? Ich löse ein solches Ticket.