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94. nationale Cross-Meisterschaften in Diekirch
01.03.2010 09:05 Uhr, aktualisiert 01.03.2010 10:32 Uhr

Nkunzimana und M. Belete mit dem längeren Atem

Nothum und May souverän zu weiteren Titelgewinnen / Parcours nach Sturmböen mo difiziert



Foto: Fabrizio Munisso
Wer sonst? Titelträger Vincent Nothum.



Foto: Fabrizio Munisso
Schnelle Starter: David Karonei (47) und Roger Königs (42) führen das Feld in die erste Runde.

Von Pierre Rodesch

Die beiden Gewinner des 40. Eurocross, Mimi Belete aus Äthiopien und Onesphore Nkunzimana aus Burundi ließen sich am Sonntagnachmittag bei harschen Witterungsbedingungen nicht von weiteren Erfolgen in Diekirch abhalten, während Liz May (CSL) zu ihrem dritten Titelgewinn in der Hauptklasse kam und Vincent Nothum (CAB) zum fünften Mal auf der höchsten Stufe des Podestes bei Crossmeisterschaften stand.

Das widrige Wetter drückte den Rennen ab den Junioren- und Espoirs-Kategorien den Stempel auf. Erstmals seit Bestehen dieser Veranstaltung musste aus Sicherheitsgründen der gefürchtete Anstieg aus dem Rennen gestrichen werden. Der Verantwortliche der Protection Civile empfahl der FLA und dem organisierenden Verein, wegen der starken Sturmböen die Waldpartien zu meiden, was eine kurzfristige Änderung der Strecke mit sich brachte.

So wurden die folgenden Rennen ausschließlich auf dem flachen und aufgrund der massiven Regenfälle tiefen Wiesengelände um das Fußballfeld ausgetragen. Das hinderte die Favoriten nicht daran, ihre Überlegenheit auszuspielen. Bei den Frauen hatte sich vom Start weg eine fünfköpfige Spitzengruppe mit der späteren Gewinnerin M. Belete, ihrer Schwester Almensh, Maryline Pellen (F), Linda Byrne (IRL) und Simret Restle (D) an der Spitze zusammengefunden. Bis zur Schlussrunde hielt sich die spätere Gewinnerin M. Belete in der Gruppe zurück.

Unmittelbar nach dem Einläuten der Schlussrunde verschaffte sie sich aber mit einem Zwischenspurt den entscheidenden Vorsprung und sie lief zum zweiten Mal in Folge als Erste in Diekirch über den Zielstrich. Die Luxemburger Titelverteidigerin May schlug sich trotz Trainingsrückstandes als Zwölfte beachtlich. Die Entscheidung um die weiteren Podiumsplätze zwischen Tania Ley Fransissi (Celtic) und Isabelle Hoffmann (Fola) fiel in der Schlussphase.

Premiere für Nkunzimana

Nkunzimana, der sich bei den Männern als Sultan Zaman Kamis für den katarischen Verband bereits zwei Mal in die Siegerliste eingetragen hat, lief am Sonntag, als erster Athlet überhaupt, zum dritten Mal als Gewinner über die Ziellinie. Der Burunder hatte sich frühzeitig im Rennen mit Najim El Qady (MAR) von den übrigen Konkurrenten abgesetzt. Die ebenfalls stark eingeschätzten Elisha Meli (KEN) und Levy Matebo Omari (KEN) fielen frühzeitig zurück. In der Vorschlussrunde suchte Nkunzimana die Entscheidung. Mit einem Vorsprung von 30 m vor der Schlussrunde war sein Erfolg dann nicht mehr in Gefahr.

Im Meisterschaftsrennen sicherte sich Nothum seinen fünften Meistertitel frühzeitig. Auch seine schärfsten Konkurrenten um den ersten Platz als FLA-Läufer, David Karonei (Ind.) und Roger Königs (Celtic) distanzierte der CAB-Athlet deutlich. Dabei hatte er es von Beginn an eher bedächtig angehen lassen. Während sich Karonei und Königs in der Startphase vorne unter den Favoriten zeigten, hielt sich Nothum im Mittelfeld auf. Zur Rennhälfte schloss Nothum aber zu Karonei, der nach dem Rennen erklärte, dass er wegen Rückenproblemen zurückstecken musste, auf und distanzierte den ehemaligen Trainingspartner von David Fiegen deutlich.

Auch Königs musste die Überlegenheit von Nothum, der gestern einen sehr starken Eindruck hinterließ, anerkennen. Christian Thielen (CSL) auf Platz 23 sicherte sich erstmals in seiner Laufbahn den Titel als Vizemeister. Lange Zeit hatte es hier nach einer engen Auseinandersetzung zwischen ihm und Marc Urwald (CAEG) ausgesehen. Doch zum Schluss hatte Thielen den 41-Jährigen, der sich erst am Vormittag zu einer Teilnahme entschieden hatte, doch um 14" distanziert. Nicht so stark wie sonst bei Meisterschaften konnte Jim Staudt (Celtic) nie in die Konfrontation um einen Podiumsplatz eingreifen. Bisher hatte Yannick Lieners (CAB) in den Jugendrennen stets gegen Christian Molitor (Celtic) den Kürzeren gezogen.

Beim Espoirs-Titelrennen am Sonntag lag Lieners am Ende zum ersten Mal vorne. Pol Mellina (Celtic) hatte zu Beginn des Rennens seine Chance gesucht. Im Dreikampf um den Titel musste Mellina zum Schluss aber zurückstecken und sich mit dem dritten Platz zufriedengeben. Mit Pol Petit (Celtic) als Gewinner im Rennen der Cadets endete dieser Lauf mit einer kleinen Überraschung. Petit hielt die stärker eingeschätzten Bob Haller (Trispeed) und besonders Vincent Kalmes (CSL) deutlich auf Distanz.

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