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Olympische Winterspiele
24.02.2010 08:00 Uhr

Janka lässt die Schweizer jubeln

Erfolg im Riesenslalom der Männer vor Jansrud / Russische Frauenstaffel im Biathlon siegreich



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Svetlana Sleptsova war die erste Starterin des russischen BiathlonQuartetts.



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Energisch, angriffslustig und schnell: Weltmeister und Olympiasieger Carlo Janka.

(dpa/jg) - Im Vorjahr wurde er Weltmeister in Val d'Isère (F), gestern setzte er sich endgültig die Krone des aktuell besten Riesenslalom-Fahrers auf. Die Rede ist vom Schweizer Carlo Janka (CH).

Am dienstagabend (Luxemburger Zeit) setzte sich der 23-Jährige, der auch bereits nach dem ersten Durchgang in Führung lag, vor dem norwegischen Duo Kejtil Jansrud (auf 39/100) und Aksel Lund Svindal (61/100) durch und ließ sich im Ziel von den unzähligen eidgenössischen Fans – die bereits in der Abfahrt eine Goldmedaille durch Didier Defago feiern konnten – bejubeln. Einen weiteren Rückschlag mussten die Österreicher in Kauf nehmen: Erneut blieben sie ohne Edelmetall.

In der allgemeinen Wahrnehmung geht die Lancierung der Karriere von Janka auf Ende November 2008 zurück. Der zweite Rang in der Abfahrt in Lake Louise (CAN), errungen mit der Startnummer 65, gilt als Startschuss, der sein schlummerndes Talent ohne Ankündigung in Betrieb setzte. Zumindest in Insiderkreisen hatte sich Janka aber schon neun Monate zuvor in den Mittelpunkt gefahren, sinnigerweise bei der Olympia-Probe in Whistler. Auf dem Hang, auf dem er nun einen weiteren Meilenstein in seiner noch jungen Karriere realisierte, hatte er sich mit Bestzeit im zweiten Durchgang vom 23. auf den neunten Platz verbessert und so seine erste Platzierung in den Top 10 in einem Weltcup-Riesenslalom erreicht. Der ghanaische „Schneeleopard“ Kwame Nkrumah-Acheammusste unterdessen auf das Rennen verzichten, weil ihm die nötigen Quali-Punkte fehlten.

Dennoch befanden sich unter den 103 Athleten jede Menge Ski-Exoten, darunter der 16 Jahre alte Manni Oettl Reyes, der für Peru antrat. „Ich bin besser als Bode Miller“, sagte er nach Lauf eins, den er im Gegensatz zum US-amerikanischen Kombi-Olympiasieger überstanden hatte. Nach einem Fahrfehler im ersten Durchgang hatte sich der Kombinations-Olympiasieger aus der Konkurrenz verabschiedet.

Bailly sichert Frankreich die Silbermedaille

Im Biathlon war das russische Frauen-Quartett mit Svetlana Sleptsova, Anna Bogali, Olga Medvedtseva und Schlussläuferin Olga Zaitseva gestern im Staffelwettbewerb über 4 x 6 km nicht zu schlagen. Die Russinnen setzten sich nach 1.'09'36"3 mit einer guten halben Minute vor Frankreich durch. Damit wiederholten die Russinnen ihren Triumph von Turin 2006 und holten zum dritten Mal bei Olympischen Winterspielen Staffel-Gold. Frankreich konnte sich unterdessen bei Schlussläuferin Sandrine Bailly für die Silbermedaille bedanken.

Bis zur Halbzeit la-gen die Französinnen nämlich in Front, dann musste Marie Dorin gleich zweimal in die Strafrunde und die Medaillenchancen schienen dahin. Bailly lieferte aber zum Abschluss eine wahre Galavorstellung ab. In der letzten Runde zog sie auch noch an Andrea Henkel (D) vorbei und sicherte den Französinnen Silber. Bronze ging an Deutschland (auf 37"1). Für die Biathletinnen des DSV war es insgesamt das fünfte Edelmetall in den Bergen von Whistler.

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