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Olympische Winterspiele
22.02.2010 09:11 Uhr

Miller gelingt Karriere-Krönung

Ustyugov (RUS) und Neuner (D) behaupten sich in den Biathlon-Rennen



Foto: ap
Evgeny Ustyugov blieb ohne Fehler am Schießstand und legte somit den Grundstein zum Erfolg.



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Bode Miller konnte sich zum ersten Mal in einem Olympia-Rennen durchsetzen.

(LW) - Bode Miller (USA) hat seine herausragende Karriere mit dem noch fehlenden Olympiasieg gekrönt. Der 32-Jährige gewann am Sonntag in Whistler die olympische Premiere der Super-Kombination. Im Biathlon behaupteten sich der Russe Evgeny Ustyugov und die Deutsche Magdalena Neuner.

Miller lag nach der Abfahrt und einem Slalom-Durchgang 33/100 Sekunden vor dem Kroaten Ivica Kostelic. Bronze ging an Silvan Zurbriggen aus der Schweiz. Nachdem Miller vor vier Jahren in Turin (I) leer ausgegangen war, holte er sich nun schon seine dritte Olympia-Medaille dieser Spiele.

Beim wilden Tanz des vielfachen Ausscheiders durch den Stangenwald im abschließenden Slalom stockte Fans und Betreuern nicht wie sonst immer der Atem – denn diesmal kam der Ausnahme-Skirennfahrer sicher ins Ziel. Bei der Super-Kombination in Wengen (CH) vor fünf Wochen hatte sich Miller erstmals seit fast zwei Jahren als Sieger eines Weltcup-Rennens zurückgemeldet und rechtzeitig vor Vancouver Medaillen-Form unterstrichen.

Saison vorzeitig beendet

Der zweimalige Gesamtweltcupsieger und vierfache Weltmeister hat in seiner Karriere alles gewonnen – nun auch olympisches Gold. Vor vier Jahren hatten alle den Coup in Turin von ihm erwartet, aber er glänzte mehr in der Disco als auf der Piste. „Alles was ich vor Turin sagte, endete darin, dass ich fünf Medaillen gewinnen sollte“, erinnerte sich der Tennis- und Golfspieler. Dass es zum Olympiasieg kommen würde, war noch im Sommer nicht abzusehen. Nicht mal wie es mit der Laufbahn weitergeht. Nach der enttäuschenden WM in Val d'Isère (F) hatte Miller vorzeitig die Saison beendet, sich um sein Töchterchen gekümmert und es sich gut gehen lassen.

Doch Olympia in der nordamerikanischen Heimat ließ er sich nicht entgehen und nach seiner Weltcup-Solotour kehrte er auch in den Kreis des US-Teams zurück. Zur Gewohnheit sind auf der Dave-Murray-Piste nicht nur die US-amerikanischen Erfolge geworden, sondern auch die österreichischen Niederlagen. Bester war noch Kristallkugelgewinner Benjamin Raich, der aber nicht in die Top fünf fuhr.

Biathlet Ustyugov hat die zweite olympische Goldmedaille für Russland bei den Winterspielen von Vancouver gewonnen. Der 24 Jahre alte Olympiavierte über 20 km siegte im 15-km-Massenstartrennen in der Loipe im Whistler Olympic Park ohne Fehler am Schießstand mit 10"5 Vorsprung vor dem Franzosen Martin Fourcade und trat damit die Nachfolge von Turin-Sieger Michael Greis (D) an. Bronze ging mit 16"6 Rückstand an den Slowaken Pavol Hurajt. Bei den Frauen (12,5 km) führte kein Weg an Neuner vorbei. Die Deutsche, die bereits in der Verfolgung Gold gewann, setzte sich vor der Russin Olga Saitseva und ihrer Landsfrau Simone Hauswald durch.

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