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Drei Wochen vor Saisonstart
21.02.2010 17:36 Uhr

Formel 1 ausgeglichen: Vier Tagesbeste bei Tests


Rekordweltmeister
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Bei viel Sonnenschein geht Michael Schumacher durch das Fahrerlager in Jerez.


Feuerrot
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Der Spanier Fernando Alonso lenkt seinen Ferrari durch eine Kurve.


Hintereinader
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Nico Hülkenberg fährt vor Ferrari-Pilot Fernando Alonso.


Weltmeister
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Jenson Button dreht in seinem McLaren die Testrunden.


Blau
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Williams-Pilot Nico Hülkenberg testet seinen Boliden.


Test
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Virgin-Pilot Timo Glock steuert seinen neuen Rennwagen über die Strecke.


Stau
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Renault-Fahrer Robert Kubica hängt am Heck von Force India-Fahrer Adrian Sutil.

Jerez (dpa) - Drei Wochen vor dem Saisonstart präsentiert sich die Formel 1 so ausgeglichen wie selten zuvor. Auch nach dem dritten von vier Tests hat sich kein Titelfavorit herauskristallisiert. An den vier Tagen im südspanischen Jerez de la Frontera fuhren vier Piloten die jeweilige Bestzeit.

Sebastian Vettel, Rubens Barrichello, Mark Webber und zum Abschluss Weltmeister Jenson Button waren jemals einmal die Schnellsten. Es ist kaum anzunehmen, dass sich beim letzten Test in Barcelona an dieser Ausgeglichenheit etwas ändert.

Auf dem Circuit de Catalunya werden die Teams ihre Karten aufdecken müssen. Danach haben sie vor dem ersten Grand Prix am 14. März in Bahrain keine Chancen mehr, unter wettbewerbsähnlichen Bedingungen Aufschlüsse über ihre wahre Stärke und Rückschlüsse über das Potenzial der Konkurrenz zu erhalten. Deshalb werden in Barcelona die meisten mit weiterentwickelten Rennwagen antreten.

Das überwiegend schlechte Wetter in Jerez machte den Fahrern und Ingenieuren einen dicken Strich durch die Rechnung. Bei viel Regen statt Sonne satt ließ sich die in der Wüste von Sachir zu erwartende Hitzeschlacht beim Saisonauftakt Mitte März nicht simulieren. "Schade, dass das Wetter so schlecht war", sagte Vettel. Deshalb habe sein Red-Bull-Team viel Zeit verloren und nicht die Sachen testen können, die geplant gewesen seien. Trotzdem lief es für den Vize- Champion aus Heppenheim gut: Vettel fuhr zum Auftakt Bestzeit und war am zweiten Tag als Drittschnellster bester Deutscher. Sein australischer Teamkollege Mark Webber dominierte am Folgetag. Button bewies mit der überlegenen Gesamtbestzeit zum Abschluss bei den besten äußeren Bedingungen, dass mit ihm im Titelrennen auch nach seinem Wechsel zu McLaren-Mercedes wieder zu rechnen ist.

Nach der dritten Test-Einheit kristallisiert sich heraus, dass die WM-Entscheidung wohl zwischen Ferrari, Red Bull, McLaren-Mercedes und Mercedes Grand Prix fallen wird. Rekord-Weltmeister Michael Schumacher spulte fleißig Runden ab und zählt mit seinen bislang insgesamt 2250 Kilometern zu den eifrigsten Testern. Der 41 Jahre alte Rückkehrer aus Kerpen hat ein gutes Gefühl und bezeichnete den neuen Silberpfeil "als Siegauto". Teamkollege Nico Rosberg (Wiesbaden), zum Abschluss Fünfter, sprach von einem sehr guten Test: "Wir haben gute Fortschritte bei unserer Abstimmung gemacht und eine Menge gelernt."

Die Überraschung des deutschen Fahrer-Sextetts war Adrian Sutil. Der Gräfelfinger war immer gut dabei, was für die Qualität seines Force India spricht. Formel-1-Frischling Nico Hülkenberg (Emmerich) hinterließ im Williams-Cosworth einen ordentlichen Eindruck. Dagegen stehen Timo Glock (Wersau) nach seinem Wechsel zu Virgin Racing schwere Zeiten bevor. "Diese Saison wird hart. Aber das war uns von Anfang an klar", sagte der Hesse, der wegen technischer Probleme kaum zum Fahren kam.

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