(jot) - Die Musel Pikes sind die Übermannschaft in der Diekirch League: 18 Siege in 18 Spielen, so lautet die makellose Bilanz des Teams von Trainer Erny Gruskovnjak. Wort.lu hat sich vor dem Pokalhalbfinale gegen Contern mit Kapitänin Carine Cigrang über Erfolgsgeheimnisse, Lachanfälle im Training sowie die Rolle der Nachwuchsspielerinnen unterhalten.
Für Carine Cigrang machen mehrere Faktoren die derzeitige Stärke der Musel Pikes aus: „Wir haben eine sehr gute Stimmung in der Mannschaft. Zudem ist Irina Mazjoukhina, die zu Saisonbeginn zurückgekehrt ist, eine wertvolle Stütze. Eine wichtige Rolle spielen aber auch die Nachwuchsspielerinnen, die jederzeit von der Bank kommen können und neue Impulse geben. Sie wurden in dieser Saison gut integriert. Schließlich sind wir als Team auch sehr gut eingespielt.“
Die 24-Jährige betont, dass die Siegesserie der Musel Pikes viel Selbstvertrauen bei den Spielerinnen erzeugt hat. Sie schränkt jedoch gleichzeitig ein: „Wir stehen jetzt aber auch stärker unter Druck. Jeder wartet auf unseren ersten Patzer“. Carine Cigrang ist überzeugt, dass Trainer Erny Gruskovnjak dafür sorgen wird, dass sich kein Schlendrian einschleicht: „Er ist streng und legt viel Wert auf Disziplin. In den Begegnungen achtet er darauf, dass wir zuerst in der Defensive gut stehen, um anschließend mit Konterangriffen leichte Körbe erzielen zu können.“
Erny Gruskovnjak steht aber nicht nur für hartes Training an vier Tagen in der Woche, sondern auch für eine gute Stimmung in der Mannschaft. „Dem Trainer ist es wichtig, dass wir Spielerinnen uns gut verstehen. Im Training wird auch viel gelacht“, betont Cigrang, die im Schnitt über 15 Punkte pro Begegnung erzielt.
Im Pokalhalbfinale gegen Contern am Sonntag in der Coque kommt es Cigrang zufolge in erster Linie auf die Verteidigung an: „Vor der ungewohnten Zuschauerkulisse gilt es in der Defensive gut zu stehen und die Nervosität schnell abzulegen. Aber auch die Tagesform wird eine große Rolle spielen. Beide Mannschaften sind nämlich in punkto Erfahrung gleichwertig.“
Trotz der glänzenden Ausgangsposition in der Diekirch League und im Pokalwettbewerb will Cigrang, die bereits zwei Pokalerfolge und einen Meistertitel feiern konnte, aber nicht von möglichen Titelgewinnen reden: „Wir schauen nur von Begegnung zu Begegnung. In der letzten Saison haben wir auch lange Zeit stark gespielt und standen am Ende mit leeren Händen dar. In den K.o.-Begegnungen nützt einem eine gute Saisonbilanz nichts “, so die klare Aussage von Cigrang, die mit ihren 24 Jahren die drittälteste (!) Spielerin im Kader des Fusionsvereins ist. Cigrang sieht Esch, Contern, Düdelingen, Walferdingen und Etzella als stärkste Konkurrenten im Kampf um die Meisterschaft an.
In den Augen von Carine Cigrang, die seit rund acht Jahren in der ersten Mannschaft der Musel Pikes aktiv ist, hat sich der Basketball in Luxemburg im Laufe der letzten Jahre zum Positiven verändert: „Das Spiel ist schneller und athletischer geworden. Zudem greift die Mehrheit der Mannschaften nun auf zwei ausländische Spielerinnen zurück.“