(kev) - Selten wurde eine Meisterschaft so von einer Mannschaft bestimmt wie jene der Basketball-Frauen in dieser Saison. Die Musel Pikes gaben sich bisher keine Blöße und gewannen ihre sämtlichen 18 Meisterschaftsspiele.
Vor allem die Beständigkeit und Konstanz des Teams von der Mosel stechen hervor. Mit Erny Gruskovnjak hat man zudem einen Trainer verpflichtet, der es versteht, die Nachwuchsspielerinnen langsam an das Niveau der DL heranzuführen, sodass der Fusionsclub auch nicht um seine Zukunft zu bangen braucht. Trotz der bisherigen Dominanz haben Cigrang und Co. keine Garantie auf den Meistertitel, denn zwei Fehltritte im Halbfinale, das man sicherlich erreichen wird, genügen, um am Ende mit leeren Händen da zu stehen.
Erster Verfolger der Musel Pikes ist Titelverteidiger T71, der bereits einen Rückstand von 2,5 Punkten aufweist. Die offensiv bisher stärkste Mannschaft der DL lässt in der aktuellen Spielzeit die Konstanz vermissen. Auch der zeitweilige Wechsel auf dem Ausländerposten erwies sich nicht als der richtige, so dass man nun wieder mit Jordan Wilson versucht, die gesteckten Ziele zu erreichen. Rang drei belegt derzeit Basket Esch. Neben der ausländischen Verstärkung können sich die Schützlinge von Trainer Zoran Jovicic vor allem auf Haris und EU-Spielerin Pousseur verlassen.
Nach zuletzt vier Erfolgen in Serie gehen die Escherinnen voller Selbstvertrauen in den Kampf um das Halbfinale. In diesem will auch Etzella mitmischen. Die Ettelbrückerinnen haben die Abgänge von J. Haentges, Agnes, De Jonge und Correia viel besser verkraftet als erwartet. Nun übernehmen andere junge Akteurinnen die Verantwortung. Sollte Etzella mit der gleichen Unbekümmertheit in den Play-offs aufspielen wie bislang, ist der Einzug in die Vorschlussrunde eine reine Formsache.
Auch Contern rechnet sich eine berechtigte Chance auf den Halbfinal-Einzug aus. Allerdings muss die Mannschaft von Trainer René Keiser dann künftig weniger vom Verletzungspech geplagt werden, als dies in den vergangenen Monaten der Fall war. Bei Résidence beendeten mit Debra und Kohnen in der Zwischensaison zwei Leistungsträgerinnen ihre Laufbahn. Da viele der Spielerinnen, die Coach Louis Wennig nun einsetzen muss, noch recht unerfahren sind, wäre das Erreichen des „Final Four“ eine Überraschung. In der Abstiegsgruppe gilt es, den Absturz auf den letzten Tabellenplatz zu vermeiden. Da nur ein Team den bitteren Weg in die Nationale II antreten muss, werden Racing und Amicale wohl nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten.
Racing kann sich vor allem auf US-Spielerin Jones verlassen, die 54 Prozent aller Punkte für den hauptstädtischen Club verbuchte. Black Star lieferte sich mit so mancher Mannschaft aus den Top 6 einen packenden Kampf. In der entscheidenden Phase behielten die Spielerinnen von Fabienne Fuger jedoch nicht die Übersicht. Um Gréngewald hinter sich zu lassen, dürfte es am Ende dennoch reichen.