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Schwimm-Meeting in Luxemburg
29.01.2010 09:24 Uhr, aktualisiert 31.01.2010 13:23 Uhr

Olympiasieger Bernard soll die Coque verzaubern

Eines der ersten Meetings mit der neuen Anzugsregelung / 585 Schwimmer aus 18 Nationen



Foto: Christian Kemp
Brustspezialist Igor Borysik aus der Ukraine, ein Top-Konkurrent für Laurent Carnol.



Foto: afp
Stunde des größten Triumphes: Alain Bernard als 100-m-Freistil-Olympiasieger am 14. August 2008 in Peking. Rechts Silbermedaillengewinner Eamon Sullivan aus Australien, links Peter Vanderkaay (USA, Fünfter).

(pg) - Mit einem amtierenden Olympiasieger, dem Franzosen Alain Bernard, sowie mehreren Weltrekordlern und Europameistern weist die zwölfte Ausgabe des Euro-Meet ab heute Freitag in der Coque in Kirchberg eine international hochklassige Besetzung auf.

Absoluter Star der Veranstaltung ist Bernard, der im August 2008 Olympiasieger im prestigeträchtigen 100-m-Kraul-Rennen geworden ist und der zwischenzeitlich den Weltrekord über die Strecke gehalten hat. Der 26 Jahre alte Franzose, ein Hüne von Gestalt, sorgte erstmals 2008 bei den Europameisterschaften in Eindhoven (NL) international für Schlagzeilen, wo er auf seiner „distance fétiche“ gleich zweimal den Weltrekord verbesserte, im Halbfinale (auf 47"60) und dem Endlauf (47"50).

Sein Olympiasieg in Peking (CHN) war von einer Dramatik, wie sie eher selten im Sport ist. Bei der Entscheidung mit der Staffel (4 x 100 m) hatte sich Bernard als Schlussschwimmer vom US-Amerikaner Jason Lezak abfangen lassen, Bernard gewann mit Leveaux, Gilot und Bousquet „nur“ Silber. Drei Tage später beim Einzel-Finale zog Bernard auf den letzten Metern am Australier Eamon Sullivan vorbei.

Bernard, der im Vorjahr als erster Mensch die 100 m unter 47" schwamm, dessen 46"94 aber nicht anerkannt wurden aufgrund eines nicht genehmigten Hightech-Anzugs, ist am Wochenende selbstverständlich für die 100 m Freistil eingeschrieben (Serien und Finale am Sonntag um 12.30 bzw. 16.20 Uhr), zusammen mit seinen Clubkollegen vom CN Antibes, Boris Steimetz und Yoris Grandjean (B). Außerdem starten Bernard, Steimetz und Grandjean über die 50-m-Strecke (am Samstag, Serien um 12.10 Uhr, Finale um 17.25 Uhr).

Weitere internationale Stars beim zwölften Euro-Meet sind der US-Amerikaner Randall Bal, ein Spezialist der kurzen Rückenstrecken, der 2001 auf der Langbahn Weltmeister war und der immerhin 2008 bei der WM im kleinen Becken noch Silber gewann. Igor Borsyk aus der Ukraine stand 2008 im olympischen Finale (Siebter über 100 m Brust) und wurde vor sechs Wochen bei der Kurzbahn-EM in Istanbul (TUR) Dritter. Valerio Cleri (I), der Weltmeister von 2009 im 25-km-Freiwasserschwimmen, macht einen „Ausflug“ auf die kürzeren Strecken, der Deutsche Steffen Deibler hält mit 21"80 den Weltrekord über 50 m Schmetterling auf der Kurzbahn. Radoslaw Kawecki (PL) wurde bei der re-zenten Kurzbahn-EM in Istanbul (Zweiter über 200 m Rücken) zum „Aufsteiger des Jahres“ gekürt.

Mehrere JEM-Medaillengewinner

Bei den Frauen gibt die in Martinique geborene Coralie Balmy, eine Europameisterin von Istanbul (über 400 m), ihre Visitenkarte ab ebenso wie die Deutsche Annika Mehlhorn, eine mehrfache WM- und EM-Medaillengewinnerin auf den Schmetterlingsstrecken. Interessant aus Luxemburger Sicht ist u. a., dass Raphaël Stacchiotti und Sarah Rolko nach ihren letztjährigen Glanzleistungen bei der Junioren-EM in Prag (CZE) erneut auf den einen oder anderen dieser Konkurrenten stoßen.

Rolko bekommt es zum Beispiel mit der doppelten JEM-Titelträgerin (100 m und 200m Rücken) Daryna Zevina (UKR) zu tun. Die Frage, wieviele neue Meet-Rekorde am Sonntag in die Tabellen eingetragen werden (2009 waren es deren sieben), erheischt diesmal ein besonderes Interesse. Im Anschluss an die neuen, seit dem 1. Januar gültigen Regeln der Fina, sind auftriebsfördernde Kunststoffanzüge verboten. Allgemein wird erwartet, dass die mit Textilien erreichten Chronos langsamer sind. Um wieviel, das werden die Meetings der nächsten Wochen und Monate zeigen.

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