Handball-Testländerspiel
06.01.2010 08:15 Uhr

Luxemburgs Handballer nehmen Revanche

Tolle Reaktion der FLH-Auswahl, die einen verdienten Erfolg feiert



Foto: Christian Kemp
Dan Ley verlieh dem FLH-Team ein deutliches Mehr an Sicherheit und Stehvermögen.



Foto: Christian Kemp
Eric Schroeder steuerte ein Tor zum Luxemburger Erfolg bei.

Von Jean-Paul Schiltz

Diese Reaktion hatten wohl die wenigsten erwartet. Luxemburg schlug am Dienstag im zweiten Länderspiel binnen zwei Tagen Estland mit 25:23. Ein verdienter Sieg der FLH-Auswahl, die sowohl spielerisch wie kämpferisch voll zu überzeugen wusste.

Nach der vorgestrigen 29:43-Niederlage kaufte sich die FLH-Selektion einen Tag später beim zweiten Vergleich gegen den 29. der Europa-Rangliste eindrucksvoll zurück. Diesmal stimmte die Leistung. Von Beginn an wurde im Defensivbereich kraftvoll zugepackt und dem Gegner nur wenige Freiräume zugestanden. Es war eine ganz andere Körpersprache zu erkennen. Ley verlieh der Mittelachse ein deutliches Mehr an Sicherheit und Stehvermögen. Auch Link konnte den gefährlichen Patrail, der im ersten Spiel 16 Tore erzielt hatte, weitestgehend ausschalten.

Im Angriff sprühte Scholten regelrecht vor Spielfreude. Nicht weniger als fünf der zehn Tore gingen in der ersten Halbzeit auf das Konto des Rechtsaußen. In der 15.' geriet Luxemburg erstmals mit zwei Toren in Rückstand, doch man blieb ruhig und konzentriert. Auch wenn Poeckes diesmal einen schwereren Stand hatte, wurden einige gute Möglichkeiten herausgespielt. Schade nur, dass in Hälfte eins gleich ein halbes Dutzend an hundertprozentigen Torchancen ausgelassen wurde. So scheiterten Poeckes, Muller und auch Ley jeweils allein vor dem gegnerischen Schlussmann.

Stehvermögen

Durch drei Tore in Serie (Poeckes, Decker, Scholten) wurde noch vor der Pause der Gleichstand wieder hergestellt. Dies ließ für den weiteren Spielverlauf hoffen, zumal nach dem Dreh ein Zwei-Tore-Vorsprung heraussprang. Doch die Spieler aus der Baltenrepublik zeigten sich unbeeindruckt und legten ihrerseits wieder zwei Treffer vor.

Die Begegnung stand nun auf des Messers Schneide. Beide Teams schenkten sich nichts und spielten aggressiv bis zum Schluss. Physisch hielten Poeckes, Decker und Co. stand. Für die Luxemburger Nationalmannschaft war endlich wieder ein Sieg erreichbar, als Poeckes in der 56.' das 23:21 erzielte. Auch dank M. Majerus, der insgesamt 16 Paraden auftischte, verteidigte Luxemburg diesen Vorsprung bis zum Schluss.

Ihre Meinung zum Thema

( 0 )