(mth) - Fränk Schleck hat die 17. Etappe des Tour de France zwischen Bourg-Saint-Maurice und Le Grand-Bornand gewonnen. Sein Bruder Andy wurde Dritter, Tour-Leader Alberto Contador Zweiter.
Andy Schleck steigt damit auf den zweiten Platz in der Gesamtwertung auf, sein Bruder Fränk belegt den dritten Platz - beide Luxemburger haben somit Lance Armstrong überholt.
Kim Kirchen brach vollkommen ein und kam erst als 153. durchs Ziel - mit 35 Minuten 47 Sekunden Rückstand auf Fränk Schleck. Kirchen fällt damit in der gesamtwertung vom 13. auf den 37. Platz zurück.
Contadors Team-Kollege Lance Armstrong erlitt eine weitere Demütigung und verlor 2:18 Minuten. Nun ist er hinter den beiden Schleck-Brüdern Andy (+2:26 Minuten) und Frank (+3:25) mit einem Rückstand von 3:55 Minuten auf Contador nur noch Gesamtvierter.
Die beiden Luxemburger hatten vor dem letzten Aufstieg der 169,5 Kilometer langen Etappe zusammen mit Contador und Andreas Klöden angegriffen und konnten sich zusammen mit dem Spanier bis zum Gipfel an der Spitze halten.
Das Spitzentrio machte nach dem Schlussanstieg zum 1618 Meter hohen Col de la Colombière den Etappensieg unter sich aus - mit dem besten Ende für Frank Schleck.
Andy Schleck und sein Bruder haben nun nur noch am vorletzten Tag auf dem Mont Ventoux die Chance, Contador ernsthaft zu gefährden.
Im 40,5 Kilometer langen Kampf gegen die Uhr am Donnerstag rund um Annecy kann der spanische Zeitfahr- Meister fast schon letzte Zweifel an seinem zweiten Tour-Sieg nach 2007 beseitigen.
Eine Ausreißer-Formation, aus der sich Thor Hushovd auf dem zweiten Anstieg absetzte, bestimmte beim Ritt über fünf Alpen-Pässe lange das Geschehen.
Dem Norweger im Grünen Trikot ging es um den weiteren Ausbau seiner Spitzenposition in der Punktwertung, was ihm mit zwei gewonnenen Zwischensprints gelang. In den Kampf um den Tagessieg konnte der Cervelo-Profi aber ebenso wenig eingreifen wie die anderen Flüchtlinge.
Denn die Gruppe mit dem Mann im Gelben Trikot hatte ihr Tempo forciert, so dass alle Ausreißer 34 Kilometer vor dem Ziel am Col de Romme eingeholt wurden und in der Versenkung verschwanden.