Tour 2009
21.07.2009 17:41 Uhr, aktualisiert 22.07.2009 10:49 Uhr

Astarloza holt 16. Etappe

Luxemburger Fahrer schneiden weiter gut ab



Foto: AP
Mikel Astarloza vor Andy Schleck bei der Abfahrt am Grand-Saint-Bernard.

(dpa). - Mikel Astarloza hat die 16. Etappe der Tour de France für sich entschieden. Der Spanier vom Team Euskaltel-Euskadi setzte sich am Dienstag auf dem zweiten Alpen- Abschnitt nach 159 Kilometern von Martigny nach Bourg-Saint-Maurice vor dem Franzosen Sandy Casar durch.

Andy Schleck erreichte den 19. Platz, sein Bruder Fränk den 20. und Kim Kirchen den 21. Platz. In der Gesamtwertung behält Andy seinen 5. Platz, Fränk steigt vom 10. auf den 9. auf und Kim Kirchen vom 17. auf den 13. Platz.

An der Spitze veränderte sich nichts: Der Spanier Alberto Contador führt weiter vor Rekordsieger Lance Armstrong aus den USA und dem Briten Bradley Wiggins.

Für den Deutschen Jens Voigt ist nach einem schweren Sturz die Tour dagegen vorzeitig beendet. Er wurde mit zahlreichen Verletzungen, aber bei Bewusstsein ins Krankenhaus gebracht.

Nichts für schwache Nerven

Die zweite Alpenetappe über die Mini-Distanz von 159 Kilometern war am Dienstag nichts für schwache Nerven. Innerhalb von 3000 Metern erlebte Armstrong beim Anstieg auf den Kleinen Sankt Bernhard ein Wechselbad der Gefühle.

Nach einer Attacke des Luxemburgers Andy Schleck, der Contador folgte, verlor er schnell an Boden. Nach kurzer Bedenkzeit startete der 37-Jährige eine Aufholjagd, die an seine alten Glanzzeiten erinnerte.

Zusammen mit Contador, Andreas Klöden, Andy Schleck und weiteren Topfahren nahm Armstrong die 30 Kilometer lange Abfahrt ins Ziel nach Bourg-Saint-Maurice in Angriff.

Vor der etwa 20 Fahrer starken Gruppe mit dem Gelben Trikot war das Rennen am Dienstag eine Minute früher entschieden: Mikel Astarloza war der Schnellste einer vierköpfigen Ausreißer-Gruppe.

Der Spanier hatte sich zwei Kilometer vor dem Ziel gelöst, der Franzose Sandy Casar wurde Zweiter.

23 Kilometer nach dem Start hatte sich ein Spitzenduo mit dem Italiener Franco Pellizotti und dem Russen Wladimir Karpets nach Attacken in verschiedensten Konstellationen herauskristallisiert. Hinter den beiden formierte sich eine 16 Fahrer starke Verfolgergruppe, in der auch Voigtfuhr.

60 Kilometer vor dem Ziel am Fuß des zweiten und letzten Tagesanstiegs kam es zum Zusammenschluss. Als sich von der Ausreißergruppe wieder vier Fahrer lösten, startete in deren Rücken der jüngere der Schleck-Brüder seine Attacke - und Armstrong zog seine Show ab.

Das Astana-Team ist weiter im Visier der Doping-Fahnder. Ein Lastwagen des kasachischen Rennstalls ist auf der Anfahrt zur 16. Etappe an der schweizerisch-französischen Grenze vom Zoll gestoppt und durchsucht worden.


"Das hat mindestens drei Stunden gedauert. Sie haben jeden Koffer aufgemacht und hatten viel zu tun", sagte Astana- Sprecher Philippe Maertens der Deutschen Presse-Agentur dpa. Verdächtiges sei nicht gefunden worden.

Ihre Meinung zum Thema

( 0 )