(vb) – Saxo-Bank-Teammanager Bjarne Riis hat seine Entscheidung gerechtfertigt, Andy Schleck und Stuart O'Grady mitten in der Vuelta nach Hause zu schicken. Er verteidigt sich gegen Kritik der Radsportler, der Entschluss sei zu hart gewesen.
Der dänische Manager war nicht erfreut über die Version der Kneipen-Tour, die O'Grady einer australischen Zeitung geschildert hatte. "Ich verstehe, dass er enttäuscht ist. Aber er sollte enttäuscht über sich selbst sein", meint Riis.
Zu dem Vorfall, als Andy Schleck und Stuart O'Grady erwischt wurden, als sie entgegen dem Team-Reglement Alkohol tranken, sagt Riis: "Wir wissen, was vorgefallen ist. Wenn sie nur ein Bier getrunken hätten, wären sie nicht aus dem Team geworfen worden. Aber wir haben Regeln, die respektiert werden müssen. Und die beiden haben sie nicht respektiert."
Während O'Grady von ein, zwei Bieren am Ruhetag in Tarragona spricht, berichten andere Quellen von einer ausufernden Feier bis fünf Uhr morgens. Wie die „L'Equipe“ (Donnerstag) schreibt, soll sich Schleck, der nach der Saison ebenso wie O'Grady das Team verlassen wird, bereits per SMS bei Riis entschuldigt haben.
Aus Frust über den Rauswurf kündigte O'Grady dagegen an, in dieser Saison keine Rennen mehr für das Team Saxo-Bank zu fahren. Besonders kreidete der Australier dem Teamchef an, dass ihm jetzt wichtige Kilometer in der WM-Vorbereitung für die Titelkämpfe im eigenen Land fehlen. Auch Schleck empfand die Bestrafung als„ zu hart“, wird aber für das Riis-Team 2010 weiter im Einsatz sein, zum Beispiel bei der schweren Lombardei-Rundfahrt im Oktober.