(SH/jw) - Mandy Minella (WTA 185) hat am Mittwochabend den Sprung in die dritte Runde der US Open geschafft. Die Luxemburgerin setzte sich in zwei Sätzen (6:4, 6:0) nach 1 Stunde und 39 Minuten gegen die an Position 32 gesetzte Bulgarin Tsvetana Pironkova (34) durch. In der dritten Runde wartet die Favoritin Venus Williams.
Gegen die Halbfinalistin von Wimbledon startete Minella am besten in die Partie. Bei Aufschlag der Bulgarin gelang der Luxemburgerin der erste Punkt. Bis zum 3:3 brachten beide Spielerinnen ihren Aufschlag jeweils durch. Dann breakte Minella ihre Gegnerin und brachte sich mit 4:3 in Führung. Prionkova glich zum 4:4 aus, musste Minella dann aber den ersten Satz überlassen, auch weil sich die Bulgarien gleich neun Doppelfehler leistete, Minella deren aber nur drei.
Die FLT-Akteurin ließ auch im zweiten Durchgang nicht nach. Im Gegenteil: Minella blieb konzentriert und ließ ihrer Gegnerin keine Chance. Als die Luxemburgerin nach rund 40 Minuten im zweiten Satz mit 5:0 und 40:15 in Führung lag, versagten die Nerven nicht. In der dritten Runde wartet mit der Amerikanerin Venus Williams eine Turnierfavoritin auf Mandy Minella. Venus Williams setzte sich mit 7:6 und 6:3 gegen die Kanadierin Rebecca Marino durch.
Opfer der Hitze wurde gestern in der zweiten Runde die Weltranglisten-Elfte Victoria Azarenka. Die Weißrussin war nach einem 1:5-Rückstand im ersten Satz umgekippt und musste das Spiel aufgeben. In der ersten Runde ist bei den Männern Wimbledon-Finalist Tomas Berdych (ATP 7) ausgeschieden. Der Tscheche unterlag dem Franzosen Michaël Llodra (35) klar mit 6:7 (3:7), 4:6, 4:6. Die topgesetzten Rafael Nadal (E/1) und Caroline Wozniacki (DK/2) haben derweil den ersten Schritt auf dem Weg zum ersehnten ersten US-Open-Triumph in New York gemacht.
Nadal begann die „Mission Possible“ zur Komplettierung seiner Grand-Slam-Sammlung mit einem 7:6 (7:4), 7:6 (7:4), 6:3 gegen Teimuras Gabashvili (RUS/93). Die letztjährige Finalistin Wozniacki besiegte in ihrer Nachtschicht Wildcard-Starterin Chelsey Gullickson (USA/277) mit 6:1, 6:1. Bei tropischen Temperaturen von 29 Grad Celsius verwandelte die Dänin den zweiten Matchball im Arthur-Ashe-Stadium um 0.52 Uhr Ortszeit am Mittwochmorgen. Mit einem Erfolg im Big Apple würde Wozniacki am Tag nach dem Endspiel Serena Williams (USA) an der Spitze der Weltrangliste ablösen. Druck verspürt sie, die erstmals als topgesetzte Spielerin in ein Grand-Slam-Turnier gestartet ist, trotzdem nicht.
„Den hat man nur, wenn man selbst Zweifel an seinem Status Quo hat. Ich denke, ich habe mir meine Ausgangsposition verdient“, sagte die 20-Jährige, die 15 ihrer letzten 16 Matches gewonnen hat Auch Nadal ist vor seiner Mission ganz locker. Ein Turniercoup in Flushing Meadows fehlt dem Linkshänder noch in seiner Grand-Slam-Sammlung. In den vergangenen beiden Jahren war der Weltranglistenerste jeweils im Halbfinale gescheitert. „Wenn ich es diesmal wieder nicht schaffe, versuche ich es in den nächsten Jahren eben weiter“, sagte Nadal: „Man kann nichts erzwingen.“
Im Duell mit Gabashvili bestach Nadal vor allem durch seinen harten Aufschlag. „Die Bälle hier sind weicher, deshalb serviere ich schneller. So wie in Wimbledon“, meinte der 24-jährige Nadal, der in diesem Jahr auf dem heiligen Rasen an der Church Road und bei den French Open in Paris triumphiert hatte.