(LS) - Mario Mutsch wird nach den beiden Länderspielen gegen Bosnien-Herzegowina (am Freitag um 20.15 Uhr im hauptstädtischen Stade Josy Barthel) und Albanien (am kommenden Dienstag zur gleichen Anstoßzeit in Tirana) nach Metz zurückkehren und die Saison aller Wahrscheinlichkeit nach beim französischen Zweitligisten beenden.
Ein möglicher Wechsel zum Schweizer Super-League-Verein aus Sion scheiterte am Veto der Lothringer. Joël Muller, Directeur sportif des FC Metz, gab sich kategorisch, als er betonte, dass „Mario Mutsch nicht zum Verkauf steht.“ In der Tat läuft der Vertrag des 25-Jährigen bei den „Grenats“ noch bis Saisonende. Und ohne Einverständnis des Vereins war ein Transfer nicht möglich. Da konnten die Sirenen aus dem Wallis so verführerisch klingen, wie sie nur wollten.
Auch wenn sich unseren Informationen zufolge die Schweizer über die in diesen Kreisen anscheinend wenig gebräuchliche Vorgehensweise der Franzosen bei den Verhandlungen verwundert zeigten. Wenngleich diese Entscheidung Mutsch finanziell (im Raum stand ein Drei-Jahres-Vertrag) und sportlich schmerzt, so dürfte sie ihm doch auch schmeicheln. Die Lothringer versuchten sich nämlich auch, zum Ende der Transferzeit von einigen Spielern zu trennen, die nicht mehr in das neue Anforderungsprofil passten. Über einen möglichen Abgang des Luxemburgers wurde jedoch nicht diskutiert. Was dessen Wichtigkeit für den FC Metz unterstreicht.
Der Luxemburger möchte jedoch, dass den ansprechenden Worten des Vereins (über eine vorzeitige Vertragsverlängerung mit entsprechender Gehaltsaufbesserung) endlich auch konkrete Taten folgen. Und diese lassen weiter auf sich warten. So dass sich der Spieler verständlicherweise seine Gedanken macht. Im kommenden Sommer ist er ablösefrei zu verpflichten. Und wie sein Berater Marc Schermann mitzuteilen wusste, gibt es weitere Anfragen.
„Ein Verein aus der zweiten deutschen Liga hat bereits sein konkretes Interesse mitgeteilt. Und beim Länderspiel in Wales vor drei Wochen beobachteten zwei Clubs aus der zweithöchsten englischen Spielklasse Mario und werden ihn auch weiter verfolgen. An ihm liegt es jetzt, durch weitere gute Leistungen in Metz und bei der Luxemburger Nationalmannschaft auf sich aufmerksam zu machen.“
Um seine Zukunft dürfte Mutsch also nicht bange sein. Beim FC Metz wurde Innenverteidiger Stéphane Borbiconi hingegen in letzter Minute nach Aserbaidschan ausgeliehen (zum FK Baku, der vom Deutschen Winni Schäfer trainiert wird), der divenhafte Angreifer Razak Omotoyossi wechselt zu Legia Warschau. Neu zum Kader des FC Metz stießen in den letzten Stunden die beiden Mittelfeldspieler Mahamane Traoré (Nice, 22 Jahre) und Gaëtan Englebert (Tours, 34 Jahre).